ReviewAlbum

Band
CHAOSTAR 
Kategorie
Album 
Heft
RH #371 
Titel
The Undivided Light 
Erscheinungsjahr
2018 
Note
7.5 

Season Of Mist/Soulfood (42:30)
Gitarrist Christos Antoniou beweist nach langer Pause Mut, indem er das außerhalb des Septicflesh-Fankreises eher mit Gleichgültigkeit gestrafte Neoklassik-Projekt CHAOSTAR wiederbelebt. Zum Verständnis der Entwicklung seiner Hauptband ist diese Parallelwelt zwischen Dead Can Dance und finsterem Filmsoundtrack eigentlich wichtig, doch man kann der Musik auch unabhängig davon einiges abgewinnen. „The Undivided Light“ zieht seine metallische Wucht aus Stakkato-Streichern, Pauken und ein wenig elektronischem Zischen, während die neue Sopranistin Androniki Skoula lehrbuchhaft affektiert singt. Diese extreme Ausdruckskraft mag „Banausen“ zwar übertrieben vorkommen, ist aber immer noch gehaltvoller als alle Opern-Combos zusammen, weil bewusst schauspielerisch inszeniert, statt authentische Gefühle zu heucheln wie das Symphonic-Metal-Milieu. Kulturbeflissene Kutten greifen zu.


Andreas Schiffmann 7.5

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