ReviewAlbum

Band
CALIBAN 
Kategorie
Album 
Heft
RH #371 
Titel
Elements 
Erscheinungsjahr
2018 
Note
8.5 

Century Media/Sony (50:25)
Mit ihrem elften Album fassen CALIBAN ihr bisheriges Schaffen ziemlich repräsentativ zusammen und reizen dabei die Extreme in alle Richtungen weiter aus. Am bemerkenswertesten ist sicherlich die Entwicklung von Frontmann Andy, der nicht mehr nur für die rau gebrüllten Vocals sorgt, sondern inzwischen auch die melodischen Passagen singt, wobei er ein verdammt gutes Bild abgibt - allen voran bei Songs wie ´Carry On´ oder ´My Madness´, die einen geschmackssicheren Brückenschlag zum Modern Metal wagen. Apropos: Für ´Masquerade´ konnte die Essener Metalcore-Institution mit Korns Brian „Head“ Welch einen Hochkaräter gewinnen, der dem atmosphärischen Hit das gewisse Etwas verleiht. Damit nicht genug der Gäste: Matthi von Nasty sowie Sushi von Eskimo Callboy drücken dem deutschsprachigen Brecher ´Ich blute für Dich´ ihren Stempel auf, und CJ von Thy Art Is Murder brüllt beim vielschichtigen ´Before Later Becomes Never´ mit. Das Songwriting ist insgesamt deutlich gereift, und die im besten Sinne poppigen Hooklines zünden bei fast jedem Song (ganz vorne: ´Intoxicated´ und ´Sleepers Awake´); für die Old-School-Fraktion gibt es im Gegenzug derbes Geballer wie ´This Is War´ und ´Set Me Free´. Rundum überzeugend!


Marcus Schleutermann 8.5

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