ReviewAlbum

Band
AURI 
Kategorie
Album 
Heft
RH #371 
Titel
Auri 
Erscheinungsjahr
2018 
Note
8.0 

Nuclear Blast/Warner (56:08)
Eines gleich vorweg: Wer in Anbetracht von zwei der drei beteiligten Protagonisten - also in Anbetracht von Tuomas Holopainen (Keyboards und Background-Vocals) und Troy Donockley (Gitarren, Bouzouki, Flöten und weitere Instrumente) von Nightwish - erwartet, dass AURI musikalisch in eine ähnliche Kerbe wie deren Hauptband schlagen, der irrt. Die melancholisch-ruhige, sphärische und keltisch-folkig angehauchte Musik des Trios hat mit Metal oder Hardrock höchstens am Rande etwas zu tun und würde im Rock Hard deshalb vermutlich gar nicht stattfinden, wenn besagte Musiker nicht wären. Beteiligt ist außerdem die finnische Sängerin Johanna Kurkela, die die Tracks mit ihrer bezaubernden Stimme veredelt und einen wesentlichen Teil dazu beiträgt, dass „Auri“ ein wirklich tolles Album geworden ist. Nichts für die Krach-Fraktion, aber wer sich gerne mit einem Glas Rotwein entspannt im Sessel zurücklehnt und einem Blick über den Tellerrand nicht abgeneigt ist, wird hier auf seine Kosten kommen.
3 Fragen an AURI:

Johanna, wie ist es zur Zusammenarbeit mit Tuomas und Troy gekommen?

Johanna: »Die Idee kam mir schon, als ich die Musik der beiden zum ersten Mal hörte. Eine Weile später haben wir uns persönlich kennengelernt, inzwischen sind wir gut befreundet. Konkret haben wir erstmals 2011 über ein gemeinsames Projekt gesprochen, aber bis wir dazu gekommen sind, die Pläne auch in die Tat umzusetzen, sind beinahe sechseinhalb Jahre ins Land gezogen.«

Eine „Teilschuld“ trägt daran vermutlich der Umstand, dass Nightwish nicht gerade eine unaktive Band sind, oder?

Troy: »Genau das. Trotzdem hatten wir die Sache die ganze Zeit im Hinterkopf.«

Tuomas
: »Als wir beschlossen, mit Nightwish 2017 eine Pause einzulegen, kamen wir ins Gespräch. Ich fragte die beiden, was sie währenddessen vorhätten. Keiner hatte konkrete Pläne. Natürlich wollten wir uns auch ein bisschen entspannen, aber zusammen eine Platte aufzunehmen, klang trotzdem machbar.«

Troy (lacht): »Wir haben einfach losgelegt, und dann ging alles ganz schnell. Das Album ist in gerade mal sechs Monaten entstanden.«

Soweit ich richtig informiert bin, hat euer Bandname gleich mehrere Bedeutungen, richtig?

Tuomas: »Korrekt. Einerseits ist Auri ein Charakter aus den „Königsmörder-Chroniken“ des amerikanischen Fantasy-Autors Patrick Rothfuss, andererseits vom lateinischen Wort „Aura“ abgeleitet. Außerdem ist Auri auch noch ein finnischer Vorname - und wie es der Zufall so will der zweite Name unserer Sängerin (grinst).«

Troy: »Wir fanden, dass alle drei Bedeutungen perfekt zu uns passen. Wie du den Namen interpretierst, bleibt also völlig dir überlassen.«


Jens Peters 8.0

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