ReviewAlbum des Monats

Band
HELLFUELED 
Kategorie
Album des Monats 
Heft
RH #205 
Titel
Volume One 
Erscheinungsjahr
2004 
Note
9.0 

(38:23)
Ja, wie geil ist das denn bitte? Hat Ozzy etwa sein Archiv geplündert, in dem er die besten und härtesten Aufnahmen der letzten 20 Jahre für einen eventuell geplanten, allerletzten, furiosen Release gebunkert hatte? Mitnichten! HELLFUELED stammen aus Schweden und klingen, als hätten die Herren Osbourne und Wylde einige Nachhilfestunden bei den Spiritual Beggars zu „Ad Astra“-Zeiten genommen, was das Schreiben von eingängigen Songs mit Arschtrittfaktor zehn anbelangt. Während der ersten Durchläufe von „Volume One“ kommt man immer wieder in die Versuchung, noch mal im Booklet oder auf der CD nachzuschauen, ob nicht vielleicht doch Ozzy hinter dem Mikro steht oder Zakk Wylde die Paula quietschen lässt. Aber nix da! Hier haben ein paar Jungspunde zwar ordentlich bei ihren Idolen abgekupfert, aber in puncto Songwriting sogar noch einen draufgelegt. Mir fällt beim besten Willen kein Ozzy-Album mit Zakk Wylde ein (nein, Götz, auch nicht „No More Tears“), das vom ersten bis zum letzten Ton derart begeistern kann.
Klar, normalerweise sollte nicht vorhandene Eigenständigkeit ein Kriterium sein, das sich in der Benotung eines Albums niederschlägt. Aber in diesem Fall ist mir das so was von scheißegal, weil „Volume One“ ein dermaßen saustarkes Stück Arschtritt-Rock geworden ist, dass selbst der Altmeister ehrfurchtsvoll auf die Knie fallen und eine Huldigung zusammenstammeln müsste...


Andreas Himmelstein 9.0

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