ReviewAlbum des Monats

Band
STEEL PROPHET 
Kategorie
Album des Monats 
Heft
RH #168 
Titel
Book Of The Dead 
Erscheinungsjahr
2001 
Note
9.5 

(40:52)
Okay, die Produktion ist 'n bisschen schwach auf der Brust. Und wenn man jetzt noch zugibt, dass sich 'Church Of Mind' eher unspektakulär seinen Weg durch die Speaker bahnt, hat man auch schon alle Kritikpunkte angebracht. STEEL PROPHETs fünfte Scheibe (EPs und Compilations nicht mitgerechnet) lässt jeden echten Metaller mal wieder Zombie-like vor dem noch nicht geöffneten Plattenladen verzweifelt an der Fensterscheibe kratzen, bevor er endlich sein Exemplar in den Händen hält. Dabei gehen Kachinsky & Co. diesmal noch einen Tick Maiden-mäßiger als gewohnt zur Sache, was vor allem beim superben 'Escaped' hörbar wird, das noch nicht Eingeweihte auf der beiliegenden Dynamit-CD anchecken können. 'When Six Was Nine' ist der vielleicht eingängigste Track, den die Jungs bisher fabriziert haben, 'Burning Into Blackness' eine famose Halbballade, die vor allem Mikro-Knuddelbär Rick Mythiasin genügend Spielraum gibt, um sich zu entfalten, die Gitarren von 'Tragic Flaws' hätten auch Murray/Smith (Maiden) oder Matheos/Aresti (Fates Warning) nicht besser hinbekommen, und mit 'Ruby Dreams (Faith And Hope)' findet sich eine tolle neue Version des "The Goddess Principle"-Krachers auf der CD. Da der Rest nicht nennenswert abfällt, sind hier weitere Worte überflüssig. STEEL PROPHET sind eine der ganz wenigen Bands, deren gesamtes Schaffenswerk nicht einen einzigen Durchhänger kennt. Es ist an der Zeit, dies zu honorieren. Wer auch nur ansatzweise etwas mit Bands wie Maiden oder den alten Fates Warning anfangen kann, MUSS hier einfach zugreifen und eine neue Lieblingsband entdecken. Alle anderen bewegen sich sowieso schon seit einigen Minuten sabbernd wie Untote Richtung Stadtmitte, um das Ding grunzend und hechelnd abzugreifen. Aber das hatten wir ja schon...


Boris Kaiser 9.5

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