ReviewAlbum des Monats

Band
PSYCHOTIC WALTZ 
Kategorie
Album des Monats 
Heft
RH #67 
Titel
Into The Everflow 
Erscheinungsjahr
1993 
Note
10.0 

Oh Mann, wie soll man etwas in Worte fassen, das dazu angetan ist, dein komplettes musikalisches Weltbild innerhalb von knapp 50 Minuten aus den Angeln zu heben und neu zu definieren? Da kann es wirklich nur bei einem Versuch bleiben. Eines schon mal vorweg: PSYCHOTIC WALTZ haben das Unmögliche wahr gemacht und mit "Into The Everflow" eine Scheibe vorgelegt, die einfach alles, was in den letzten Jahren auf dem metallischen Sektorveröffentlicht wurde, locker in den Schatten stellt. Selbst Göttercombos wie Fates Warning oder Dream Theater müssen im direkten Vergleich Federn lassen. Aber dazu später mehr. Neben PSYCHOTIC WALTZ-typischen Nummern wie 'Freakshow', 'Little People', 'Tiny Streams' oder 'Out Of Sight, Out Of Mind' (der wohl härteste Song, den die Band je geschrieben hat) sind es vor allem vier Kompositionen, die mich in den Wahnsinn treiben. Da wäre zum einen die ungemein gefühlvoll vorgetragene Ballade 'Hanging On A String', das spacige, unglaublich atmosphärische Instrumental 'Ashes' sowie die beiden schönsten, ergreifendsten Tracks, die mir seit Jahren untergekommen sind: 'Butterfly' ist ein Ausflug durch sämtliche Gefilde von 30 Jahren Rockmusik, während der Titelsong, von Melancholie nur so überschäumend, im zweiten Teil mit den wohl genialsten Gitarrensoli aller Zeiten aufwarten kann. Man muß es einfach selbst gehört haben. Wem also Fates Warning in den letzten Jahren zu vorhersehbar geworden sind und Dream Theater zu steril/perfekt klingen, der dürfte bei diesem Album die ultimative musikalische Erfahrung machen. Zehn Punkte für die derzeit wohl begabteste Rockcombo dieses Planeten muten da fast schon wie ein schlechter Witz an. Zweifellos das Album des Jahres!


Wolfgang Schäfer 10.0

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