ReviewAlbum des Monats

Band
SKYCLAD 
Kategorie
Album des Monats 
Heft
RH #83 
Titel
Prince Of The Poverty Line 
Erscheinungsjahr
1994 
Note
10.0 

SKYCLAD sind eine der letzten wirklich originellen Bands dieser Erde und können deshalb ihre Fans kaum enttäuschen. Musik und Image sind nicht verkrampft auf 'anders' getrimmt, sondern kommen spürbar von innen. Während die erfolgreichen Bands dieses Planeten immer mehr in die Belanglosigkeit abgleiten, gehen die Paganjünger um Martin Walkyier mehr denn je in die Tiefe und riskieren damit weiterhin kommerziellen Mißerfolg. 'Prince Of The Poverty Line' ist ein musikalisches Juwel, weil es unterschiedlichste Elemente aus Metal, Jazz und keltisch-trditioneller Musik zu einem eigenständigen Gesamtwerk verschmilzt und damit den auf 'Jonah's Ark' beschrittenen Weg konsequent weitergeht. Die Songs, von denen ich keinen hervorheben möchte, da jeder ein kleines, eigenständiges Meisterwerk ist, sind eingängiger geworden und haben trotz vieler Breaks sogar noch etwas an Härte zugelegt. Begnadet ist die Rhythmusarbeit, die sich sehr rituell (Voodoozauber, oder was...? - Red.) anhört, sofort ins Gebein fährt und sich wohltuend von der breiten Masse abhebt. Violine und Gitarren (wann merkt endlich mal jemand, daß hier Götter am Werk sind??) bilden mittlerweile ein völlig geschlossenes Bild, so daß die Fiedel zu keinem Zeitpunkt nur als Gimmick daherkommt und der Band ihren Stempel aufdrückt. SKYCLAD versprühen jederzeit knochenharte Tanzbarkeit (aha... - Red.) aus einer Zeit, als es Groove noch gar nicht gab (??? - Red.) und der Mensch noch nicht mit der Natur im Einklang lebte. Platten wie diese kann ich einfach nur als genial bezeichnen, was eine Bewertung von zehn Punkten unumgänglich macht. Schließlich handelt es sich hier um eine stilprägende Band, und welche Gruppe kann das schon von sich behaupten?


Tim Hofmann 10.0

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