ReviewAlbum des Monats

Band
LAKE OF TEARS 
Kategorie
Album des Monats 
Heft
RH #119 
Titel
A Crimson Cosmos 
Note
9.0 

Zweifelsohne gibt es massenhaft Musiker, die ihre Instrumente um Längen besser beherrschen als das Trio aus Schweden. In puncto Songwriting gehören LAKE OF TEARS - zumindest im Heavy Metal-Bereich und allen verwandten Genres - aber zur absoluten Créme de la créme. Dies deuteten die Herren Brennare, Oudhuis und Larsson auf ihrem Zweitwerk "Headstones", einem leider sträflichst unterbewerteten und kommerziell nur mäßig erfolgreichen Gothic-Knaller der besonderen Art, bereits an. Mit "A Crimson Cosmos", einer höchst eingängigen Melange aus Metal, Gothic, Rock und zahlreichen psychedelischen Parts, die im bekannten Soundtrade-Studio in Stockholm entstand, wo u.a. Abba "The Album" produzierten, ist es LAKE OF TEARS gelungen, kompositorisch noch kräftig einen draufzusatteln. Das dokumentieren der grandiose Opener 'Boogie Bubble', das flotte, fast beschwingte 'Devil's Diner' (übrigens auch auf der neuen Rock Hard-CD zu hören) und der Bombast-Psycho-Doomer 'When My Sun Comes Down' ebenso eindrucksvoll wie die einfach gestrickte, aber effektive Midtempo-Nummer 'The Four Strings Of Mourning', der mächtig spacige Titeltrack oder das völlig aus dem Rahmen fallende 'Lady Rosenred'. Da neben dem Sound, der heuer mächtig fett aus den Boxen dröhnt, auch die Gitarrensoli des Gastmusikers Magnus Sahlgren (ex-Tiamat) stimmen und es selbst an den Keyboards, die von einem gewissen Pelle Hogbring eingespielt wurden, nichts auszusetzen gibt, führt an dieser Scheibe eigentlich kein Weg vorbei. Mit anderen Worten: Besseren "Dope-Goth" hat die Welt noch nicht gehört.


Uwe "Buffo" Schnädelbach 9.0

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