RH #367Special

BATHORY

Unvermögend, unverstanden, unvergessen

Bathory

„Under The Sign Of The Black Mark” ist einer der großen Klassiker des Black Metal – diese Aussage gilt heutzutage als Gesetz. 1987 hätte sie allerdings kaum jemand unterschrieben, nicht einmal BATHORY-Mastermind Quorthon selbst.

Die Beschäftigung mit „Under The Sign Of The Black Mark” ist für Musikjournalisten eine willkommene Gelegenheit, mit ein wenig Demut über das eigene Schaffen nachzudenken. Seinerzeit räumten BATHORY souverän den letzten Platz im Rock-Hard-Soundcheck Nummer 22 ab. Heute wird die Platte weltweit als DER Meilenstein des frühen Black Metal bezeichnet, als die schwarze Blaupause schlechthin, die einem ganzen Genre den Weg geebnet hat. Da treffen zwei unterschiedliche Betrachtungsweisen aufeinander, die zum Nachdenken anregen. Hat das Urteilsvermögen sämtlicher Musikjournalisten im Jahr 1987 kollektiv ausgesetzt? Oder war die Platte ihrer Zeit schlicht und ergreifend um einige Lichtjahre voraus? Zur Ehrenrettung der schreibenden Zunft trifft Letzteres zumindest teilweise zu, denn tatsächlich gab es vor 30 Jahren keinerlei Referenzpunkte, keine Erfahrungen und kein Grundverständnis für den von Rasiermessern geprägten infernalischen Lärm, den Quorthon mit seinem dritten Schlag entfesselte. Dass die einzigartige Atmosphäre und Originalität auch auf den Dilettantismus und mangelnde Fähigkeiten der Musiker zu jener Zeit zurückzuführen ist, ist dabei nur die zweite Seite derselben Medaille.
Bis heute genießt die Scheibe einen geradezu unvergleichlichen...

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