RH #367Special

KING DIAMOND

Die Entspannung nach der Angst

King Diamond

Es gibt nicht wenige, die „Abigail“ als das beste Album im Soloschaffen von King Diamond ansehen. Nicht zuletzt der Großmeister selbst, denn 2002 kehrte Kim Bendix Petersen mit „Abigail II: The Revenge“ noch einmal zum Thema seines ersten kohärenten Konzeptalbums zurück. „Them“ und „Conspiracy“ mögen am Ende kommerziell noch erfolgreicher gewesen sein, doch mit 175.000 verkauften Einheiten allein in Nordamerika stellte „Abigail“ zumindest seinen direkten Vorgänger „Fatal Portrait“ locker in den Schatten.

Während KING DIAMOND sich nach „Abigail“ immer weiter in die progressive Richtung entwickeln sollten, enthält „Abigail“ etwa mit dem Titelsong, ´The 7th Day Of July 1777´ oder dem siebenminütigen ´Black Horsemen´ verhältnismäßig zugängliches, um einen prägnanten Refrain herum strukturiertes Songmaterial. Das Zusammenspiel von Michael Denner und seinem neuen Gitarrenpartner Andy LaRocque wirkte natürlicher als in der jüngsten Vergangenheit. Das größte Potenzial sah die Plattenfirma Roadrunner offensichtlich bei ´The Family Ghost´, das als Maxi ausgekoppelt wurde mit dem alles andere als schlechten, aber nicht auf der LP befindlichen ´Shrine´ auf der Rückseite. Darüber hinaus wurde für ´The Family Ghost´ ein Video in Auftrag gegeben. King Diamond ließ in der Folgezeit keine Gelegenheit aus, um zu betonen, für wie wenig gelungen er den Clip hielt. Kein Wunder, die komplexe Story von „Abigail“ enthält derartig viele narrative Elemente, dass selbst in Spielfilmlänge nicht alle Handlungsstränge hätten Berücksichtigung finden können....

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