RH #367Special

1987: The Year Hardcore Broke

1987. Die Geburtsstunde des Hardcore? Reichlich spät, oder? Zugegeben, bereits in den frühen achtziger Jahren begann sich in Amerika eine neue Bewegung aus der überkommenen Punk-Szene herauszulösen: Hardcore-Punk (später vereinfacht als Hardcore bezeichnet). Namensgeber, wenn auch nicht alleinige musikalische Gründungsväter, sind D.O.A. aus Vancouver mit ihrer LP „Hardcore ´81“ (aus demselben Jahr).

Eine lange Zeit florierte diese neue Spielart des Punk im amerikanischen Underground. Auch in Europa fanden sich schnell Anhänger. Vereinzelt tourten Hardcore-Bands in der Bundesrepublik, oftmals von Einzelpersonen, nicht aber von professionellen Agenturen organisiert – die legendären Bad Brains etwa hinterließen einen bleibenden Eindruck. Bis Mitte der Achtziger blieb dem Hardcore der Weg in den Mainstream allerdings versperrt.
Dies sollte sich erst 1987 ändern (übrigens sehr zum Leidwesen von weiten Teilen der eigentlichen Hardcore-Szene). Die New Wave Of British Heavy Metal war längst Geschichte. Speed- und Thrash Metal hatten ihren künstlerischen Höhepunkt überschritten. War mit „Kill ´Em All“ und „Reign In Blood“ nicht bereits alles gesagt? Das nächste große Ding? Hardcore! Slayers Dave Lombardo schien sein D.R.I.-Shirt gar nicht mehr auszuziehen, Cliff Burton trug ein Misfits-Hemd zur Schlaghose, Mille von Kreator entdeckte Bad Religion für sich. Auf der anderen Seite begannen amerikanische Hardcore-Bands, immer weniger heimlich Metal zu hören, besonders der Bay-Area-Thrash...

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