RH #364Interview

THRESHOLD

Alte Besen kehren gut

Threshold

Der Weggang eines Frontmanns ist für die meisten Bands der „worst case“, doch für THRESHOLD ist dies kein Novum und auch 2017 nicht weiter tragisch. Das britische Progressive-Metal-Flaggschiff verpasst sich im Gegenteil sogar einen kräftigen Tritt, indem es einen alten Weggefährten zurückholt, weshalb Produzent und Sprachrohr Karl Groom gelassen nach vorne schauen darf.

Karl, wie viel schmutzige Wäsche möchtest du im Zusammenhang mit Damian Wilsons Ausstieg waschen?

»Darüber zu reden, macht mir nichts aus, solange wir bei der Wahrheit bleiben. Alles fing damit an, dass wir uns nur schwerlich auf einen Termin zum Aufnehmen der Gesangsspuren einigen konnten. Zu dem Zeitpunkt ahnte ich schon, dass etwas nicht stimmt. Er wirkte – warum auch immer – unzufrieden und stellte nach einem Konzert in den Niederlanden Namen von Frontleuten in den Raum, die ihn ersetzen könnten, falls er einmal aussteigen würde. Im Studio kündigte er dann an, die Band zu verlassen, bloß um wenige Wochen später zurückzurudern und unserem Keyboarder Richard zu sagen, er wolle doch bleiben. Dann hieß es, er sei nicht mehr bereit, so oft live aufzutreten, wenn dieses Album fertiggestellt sei. Ich weiß wirklich nicht, was ihm durch den Kopf ging. Jedenfalls zogen sich die Gesangsaufnahmen hin, also stellten wir ihn zur Rede und einigten uns auf eine Trennung.«

War Glynn Morgan, der seinen Vorgänger nun schon zum zweiten Mal in der Geschichte der Band ablöst, eure erste Wahl?

»Damians Vorschläge kamen uns zumindest...

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