RH #363Interview

GIANT SLEEP

Singend in den Tod

Giant Sleep

Die deutsche Metalcore- bzw. Melodic-Death-Metal-Szene hat merkwürdige Blüten getrieben, wenn man bedenkt, dass aus Gruppen wie Misery Speaks oder Fear My Thoughts proggige bis psychedelische Gewächse hervorgingen. Long Distance Calling sind eines davon und GIANT SLEEP weiter südlich ein anderes, dessen erstes offizielles Album die darbende Gemeinde der zu früh aufgelösten Zodiac zumindest ein bisschen tröstet. Thomas Rosenmerkel (v.) bittet gemeinsam mit Patrick Hagmann (g.) zu einem teils recht makabren Plausch.

Angesichts des Titels ´12 Monkeys´ muss ich natürlich fragen, inwieweit sich das Stück auf den gleichnamigen Film bezieht.

Thomas: »Der Song ist eine Hippie-Science-Fiction-Story über eine Welt ohne Menschen, in der singende Tiere regieren – ohne Waffen oder Religion. Beim Schreiben fielen mir Parallelen zu dem Film auf, also habe ich den Titel geklaut.«

Ihr macht bei aller Raffinesse gefühlvolle Bauchmusik, weshalb ihr die Wissenschaft sicherlich nicht zu eurem Gott erhoben habt und den freien Willen kategorisch als Mythos abtut – was also hat es mit ´Freewill Myth´ auf sich?

Thomas: »Das Stück handelt von Abhängigkeiten, Zwang und Trieb – Drogen, Spielsucht, Sex, Macht, Geld… Es ist eher ein Junkie-Drama als ein Beitrag zum Luther-Jahr, doch ja, wir haben gefühlvolle Bäuchlein.«

Der Text von ´Forever Underground´ wirkt auf mich irgendwie so, als würdet ihr zum Loslassen auffordern, statt dass man stur falschen oder zu hohen Zielen folgen sollte. Richtig oder falsch?

Tho...

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