RH #359From the Underground

METALL

Schmuggelware aus dem Westen

Metall

Bei ihrer Gründung 1982 waren METALL eine der ersten „echten“ Heavy-Metal-Bands der DDR. Doch nach der Wende ereilte die Ostberliner das Schicksal vieler anderer DDR-Acts: METALL lösten sich auf. Der 1986 hinzugekommene Bassist Sven Rappoldt kratzte allerdings vor gut drei Jahren den Rost ab und spricht nun mit uns über die wieder auf Hochglanz polierten METALL.

Sven, welche Erinnerungen hast du an die Bandgeschichte zu DDR-Zeiten?

»Sie sind bis 1987 eigentlich positiv, da wir noch das Glück hatten, den Berufsausweis zu erhalten und mehrere TV-Auftritte sowie den „Speed Up“-Sampler machen zu können. Wir hatten zu dieser Zeit etwa zwölf bis 18 Auftritte im Monat, konnten davon leben und eine teure, eingeschmuggelte Backline kaufen. Darüber hinaus hatten wir alle Nebenjobs wie beispielsweise als Reinigungskraft, um unsere Lebenshaltungskosten zu tragen.«

Welche Bands hatten euch beeinflusst, sodass ihr deutlich härter wart als frühe DDR-Hardrocker wie Prinzip oder Babylon? Und wie seid ihr an diese Vorbilder rangekommen?

»Beeinflusst wurden wir von Judas Priest, Saxon, Motörhead, Manowar und Grave Digger. Das waren auch die Bands, die am häufigsten samstags in der Radiosendung „Tendenz Hard bis Heavy“ im Jugendradio DT64 gespielt wurden. Ansonsten gab es nur die Möglichkeit, nachts Westradio zu hören.«

Warum hast du die Band wiederbelebt, und wie hast du deine neuen Mitmusiker ausgesucht?

»2013 saß mein Kumpel Marko Thäle, Ex-Drummer der Band Postmortem, am Tresen unserer Rockkneipe...

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