RH #358Seziertisch

MORGANA LEFAY

Morgana Lefay

Morgana Lefay

Sie zählen zu den Unglücksraben der Szene und waren trotz ihrer Beharrlichkeit immer dazu verdammt, vom Erfolg anderer, denen sie an Qualität in nichts nachstanden, zu träumen. Die bis heute nicht offiziell aufgelösten (und gelegentlich wieder live spielenden) Schweden MORGANA LEFAY haben auf keinem ihrer Alben Bockmist verzapft, weshalb ihre Nennung in dieser Rubrik unerlässlich ist. Was momentan in Bollnäs läuft, weiß man nicht genau, außer dass sich Charakterstimme Charles Rytkönen mit Gitarrenkollege Peter Grehn bei den hardrockigeren Cibola Junction verdingt. Wäre 2017 nach zehnjähriger Pause nicht mal ein neuer Longplayer drin? Bitte, Jungs!

ESSENZIELL

MALEFICIUM
(Black Mark, 1996)
Es ist vermutlich das Konsensalbum der Band, woran selbst der verpatzte Übergang vom Intro zum Opener nicht rüttelt: Mit „Maleficium” laden sich MORGANA LEFAY ihren ersten Konzeptteller voll, ohne hinterher unter Bauchgrimmen zu leiden, im Gegenteil: Mit der im bis heute beliebten Themenkreis der mittelalterlichen Inquisition angesiedelten Geschichte finden sie erstmals Anklang bei breiteren Hörerschichten, womöglich vor allem wegen des Ohrwurms ´Creatures Of The Hierarchy´ als Quasi-Single, der auch auf der dritten Heftsampler-CD des Rock Hard vertreten ist. Einen Videoclip für VIVAs „Metalla“ mit seinerzeit typischem Amateurflair produzierte man hingegen zum mit sakralen Chören auf Eingängigkeit getrimmten Titelstück. Weitere Highlights gefällig? Das wahrhaft schizophrene ´Madness´, die...

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