RH #354Krach von der Basis

KEITZER

Kein Rumpel-Schnorchel-Pornoschrott

Keitzer

Mit ihrem neuen Longplayer „Ascension“ haben die NRW-Deathgrinder KEITZER einen punktgenauen Wurf gelandet. Das Album ist eingängig, ohne gefällig zu sein, und wagt kleinere Experimente, rattert aber in erster Linie wie gewohnt mit massiver Durchschlagskraft nach vorne. Basser Simon Venig gab uns gerne Auskunft dazu.

Simon, als ich euch das letzte Mal live sah, habt ihr vor Venomous Concept gespielt, bei denen immerhin u.a. Napalm-Death-Mitglieder dabei sind, aber der Laden war an dem Abend ziemlich schlecht besucht. Ist Grindcore ein Außenseiter-Ding?

»Das leere Venomous-Concept-Konzert kann ich mir auch nicht so wirklich erklären bei der All-Star-Band. Vielleicht zu viel Punk fürs Metal-Publikum. Aber ich denke schon, dass Grindcore eine ziemliche Nische in der Nische darstellt. Da gibt´s in letzter Zeit relativ viel Gutes, aber es kommt halt nicht so viel durch, vieles bleibt Geheimtipp. Auch etwas etabliertere Labels mit guten Veröffentlichungen im Grind-Sektor signen mittlerweile scheinbar lieber den tausendsten Old-School-Death-Metal-Klon.«

Apropos: Du betreibst mit 7 Degrees ja selbst ein Spartenlabel. Erzähl mal was darüber.

»7 Degrees ist vor ca. acht Jahren als Hobby gestartet und zu ´nem unlukrativen Zweitjob mutiert. Ich veröffentliche ausschließlich Vinyl in möglichst schöner, aber nicht zu Schickimicki-mäßiger Verpackung. Im weitesten Sinne Grindcore – kein Rumpel-Schnorchel-Pornoschrott –, der meinen persönlichen Geschmack treffen muss. Und auch mal ´ne...

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