RH #353Interview

HEAVEN SHALL BURN

Angie ist immer noch scheiße

Heaven Shall Burn

Kurz vor seinem – pssst! – 20-jährigen Jubiläum zeigt sich das unangefochtene deutsche Metalcore-Flaggschiff HEAVEN SHALL BURN nur vordergründig latent altersmilde: „Wanderer“ ist trotz des gemütlichen Albumtitels ein gewohnt derber Brocken einer Band, die ihre Wut 2016 zwar weniger offensichtlich kanalisiert, aber nach wie vor rabiater auf den Putz haut als die meisten verbliebenen Genre-Weggefährten.

Der Spätsommer dreht mit über 30 Grad noch mal heftig auf. Die HEAVEN SHALL BURN-Abgesandten Marcus „Molle“ Bischoff (v.) und Maik Weichert (g.) bekommen davon allerdings nicht viel mit. Die Thüringer präsentieren an einem Augustnachmittag im Berliner Club „Musik & Frieden“ eine kleine Ausstellung mit den beeindruckenden, auf Island entstandenen Artwork-Fotos ihres neuen Albums „Wanderer“ und beantworten launig die Fragen des Rock Hard. Der Club mieft, wie ein Club halt so mieft (nur dass so was tagsüber deutlich mehr auffällt), das vegane Büfett mit einem phänomenalen Chili und schmackhaften, umgehend nach Hüftgold schreienden Brownies ist umso leckerer.

»Wenn wir bei uns in Thüringen solche veganen Supermärkte hätten, wie es sie hier in Berlin gibt, müsste ich echt aufpassen«, sorgt sich Marcus grinsend um seine Fitness und beißt in den quietschsüßen Teig. Maik begutachtet derweil eine Metallniete in der Holzverkleidung eines Fensters.

MAIK: »Guck mal, da steht BFC.«

Vielleicht ist das ja ´ne Firma vom...

MAIK: »BFC Dynamo (lacht)?«

War das zu DDR-Zeiten nicht der Ostberliner...

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