RH #346From the Underground

BLACKHOUR

Sündige Jungfrauen

Blackhour

Dass Heavy Metal in allen Winkeln der Erde gespielt wird, ist schon längst keine Überraschung mehr. Allerdings ist Pakistan eines der Länder, über die man noch wenig in Bezug auf harte Musik gehört hat. Das werden Tayyab Rehman (v.), Hashim Mehmood (g.), Mubbashir Sheikh Mashoo (g.), Salman Afzal (b.) und Daim Mehmood (dr.) nun ändern, die gerade mit ihrer Band BLACKHOUR „Sins Remain“ veröffentlicht haben, ein sehr gelungenes traditionelles und leicht progressiv angehauchtes Album.

Wie seid ihr zum Metal gekommen? Heavy Metal gehört schon seit Jahrzehnten zur westlichen Kultur, was aber in Pakistan nicht der Fall sein dürfte.

Hashim: »Heavy Metal ist meines Erachtens mittlerweile ein globales Phänomen, so dass er auch in Asien oder eben in Pakistan präsent ist. Als ich 2007 begann, Gitarre zu lernen, liebte ich es, mir Iron-Maiden-Konzerte anzusehen und dabei zu beobachten, wie ein Meer von Menschen ihre Songs mitsang. Ich habe davon geträumt, eines Tages auch solche Musik zu machen.«

Den Einfluss von Iron Maiden kann man problemlos in eurer Musik hören. Ist denn auch etwas typisch pakistanisch an BLACKHOUR?

Mashoo: »Unser Erstling „Age Of War“ von 2011 war ein Konzeptalbum, das sich mit dem Kampf gegen den Terrorismus beschäftigte, der damals in unserem Land auf dem Höhepunkt war.«

Tayyab: »´Losing Life´, der Opener unseres neuen Albums „Sins Remain“, behandelt das Thema Drogenmissbrauch, was ein wachsendes Problem hierzulande darstellt.«

Hashim: »Pakistanische Musik hat nie einen...

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