RH #345Interview

LAMB OF GOD

Superman fliegt anderswo

LAMB OF GOD

In seinem Buch „Dark Days: A Memoir“ verarbeitet LAMB OF GOD-Frontmann RANDY BLYTHE die Geschehnisse um seine Inhaftierung in Prag, als er vom Flughafen weg verhaftet und mit dem Vorwurf konfrontiert wurde, einen Fan während eines Konzertes in der tschechischen Hauptstadt so heftig von der Bühne gestoßen zu haben, dass dieser später an seinen schweren Kopfverletzungen starb. Der Prozess endete mit einem Freispruch, aber das Buch führt dem Leser vor Augen, dass Blythe einen Alptraum von kafkaesken Ausmaßen durchlebte.

Randy, du hast anlässlich der Veröffentlichung von „Dark Days: A Memoir“ eine Promotour abgehalten, bei der du mit der Buchpresse gesprochen hast. Wie waren deine Erfahrungen?

»Interessant. Sehr interessant (kichert). Ich hatte das Gefühl, dass die eher Mainstream-orientierten Journalisten anfangs nicht wirklich mit mir sprechen wollten. Diese Leute haben die Pressemitteilung zu „Dark Days: A Memoir“ bekommen und dann bei zwei ganz bestimmten Wörtern gestutzt: Heavy Metal. Wenn der Sänger einer Heavy-Metal-Band ein Buch veröffentlicht, dann setzt bei diesen Leuten eine gewisse Erwartungshaltung ein. So nach dem Motto: „Es wird sich ausschließlich um nächtelange Partys, Stripperinnen und wüste Szenen im Tourbus drehen.“«

Die typische Rockstar-Biografie also.

»Genau. Aber ich habe trotz dieser Widerstände einige gute Reviews bekommen. Dem NPR (National Public Radio, eine Kooperation nichtkommerzieller Hörfunksender - tk) habe ich ein ausführliches Interview gegeben,...

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