RH #345Interview

OBSCURA

Aller Einklang ist schwer

OBSCURA

Wenn er sich mit seinen Kumpels zum Kaffee (nicht Tee!) trifft und philosophiert, schreibt Steffen Kummerer virtuosen Death Metal in Perfektion, der allerdings untrennbar mit dem konzeptionellen Rahmen verbunden ist. Das ist auch auf dem neuen Album „Akróasis“ seiner Band OBSCURA so und wird im Folgenden zumindest ein Stück weit erläutert.

Steffen, das griechische Wort „akróasis“ zielt aufs Hören oder Zuhören ab, steht aber auch für Pythagoras´ Lehre von der Weltharmonie. Was behandeln OBSCURA unter diesem Titel?

»Ich beziehe mich auf den Schweizer Professor Hans Kayser und sein Buch „Akróasis“, das die Theorie des Philosophen hinterfragt. Dabei gibt es viele Verbindungspunkte zu unseren letzten beiden Alben, denn wir haben ein übergreifendes Konzept auf vier Platten ausgelegt, und dies ist der dritte Teil. Die Idee kam mir, weil ich bei Kayser Verweise auf Friedrich Schelling und Goethe entdeckte, die ich schon in früheren Texten eingebunden hatte. Auch John Milton befasste sich mit der Thematik, worauf ich zufällig stieß, als wir uns ihm mit meiner zweiten Band Thulcandra widmeten. All diese Bezüge haben geradezu danach geschrien, ein ganzes Album darüber zu schreiben. Trotzdem ist es nur ein Überbau, und die Songs hängen inhaltlich nicht zwingend zusammen.«

´Sermon Of The Seven Suns´ und ´Ode To The Sun´ aber zumindest hinsichtlich ihrer Titel.

»Und auch darüber hinaus. Es handelt sich um einen Rückgriff auf ´Anticosmic Overload´ von 2009, meinen ersten Schritt zu...

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