RH #344Interview

TRAITOR

Kein Rad mit vier Ecken

Traitor

Nachdem TRAITOR 2012 mit „Thrash Command“ bereits eine starke Eigenproduktion vorgelegt hatten, konnten die Balinger letzten Monat mit ihrer ersten Labelveröffentlichung „Venomizer“ den Rock-Hard-Soundcheck von hinten aufrollen. Wir sprachen mit Bassist Lorenz Kandolf über scheuklappenfreies Denken im New-Old-School-Thrash.

Lorenz, ihr huldigt auf „Venomizer“ in erster Linie dem Achtziger-Thrash, bedient euch aber auch einiger moderner Elemente, beispielsweise dezenter Breakdown-Parts, die an Machine Head erinnern.

»Das kann gut sein, es passiert aber eher ungewollt. Ich glaube, der Matze (Matthias Koch, g. - rb) hört ein bisschen Machine Head, während Gerd (Hery, g. - rb) neben dem Old-School-Thrash, den wir alle lieben, auch modernere Sachen wie Dew-Scented abfeiert. Andi (Mozer, dr./v. - rb) und ich hören beide querbeet, das geht von Klassik und Jazz über HipHop bis zu Death Metal. Es gibt da kein Genre, das bei uns nicht einfließen könnte.«

Also setzt ihr beim Songwriting keine Scheuklappen auf?

»Nee, ich kann ja auch nicht die ganze Zeit Thrash Metal hören, da werd ich ja blöd (lacht). In den Reviews werden immer Vergleiche zu „Bonded By Blood“ oder „Pleasure To Kill“ angestellt. Damit allein ist unsere Musik aber nicht zu fassen. Auf der anderen Seite wollen wir allerdings auch nicht das Rad neu erfinden. Wir könnten natürlich sagen: „Unser Rad hat vier Ecken und leuchtet im Dunkeln, aber fährt sich halt scheiße.“ Ich verstehe da immer nicht so ganz, was die Leute...

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