RH #340Interview

DEAD LORD

Schwanzvergleich im Nahen Osten

DEAD LORD

Hakim Krim meint es ernst. Das merkt man ihm beim persönlichen Gespräch zu jeder Sekunde an. Musik ist nicht nur ein Zeitvertrieb für ihn. Der ebenso sympathische wie zurückhaltende Wahl-Stockholmer hat Visionen für seine Band, aber auch konkrete kurz- bis mittelfristige Ziele. Das ist wichtig. Keine Spur von „das lassen wir mal auf uns zukommen“.

Das bereits überraschend fokussierte Debüt „Goodbye Repentance“ (auf High Roller) war lediglich ein erster Schritt. Mit „Heads Held High“ sind DEAD LORD jetzt zu Century Media gewechselt, um den nächsten Schritt auf der Karriereleiter zu gehen. Rückschläge werden sie dabei nicht aufhalten. Auf der letzten Tour (mit Wolf) ist ihr schrottreifer Van fünfmal liegen geblieben, trotzdem standen DEAD LORD jeden Abend pünktlich auf der Bühne. So werden Helden gemacht.                  

Im Großen und Ganzen folgt das neue Album „Heads Held High“ dem Ansatz von „Goodbye Repentance“. Geboten wird klassischer Hardrock, der das eine oder andere Lizzy-Zitat nicht scheut (siehe ´Farewell´), insgesamt aber um mehr Abwechslung bemüht ist (´Cold Hearted Madness´ etwa versprüht sogar ein wenig Melancholie). Die außergewöhnlichste Komposition der bärenstarken Platte nennt sich ´With Heads Held High´, als Rausschmeißer ausgestattet mit einem Grundriff, das entfernt an AC/DC erinnert. Gitarrist und Sänger Hakim tut sich sichtlich schwer mit derartigen Interpretationen:

»Ich weiß nicht, ob das tatsächlich der außergewöhnlichste Track der Platte ist....

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