RH #339Krach von der Basis

AZAVATAR

Konzept Hässlichkeit

AZAVATAR

Mit dem Einstand seiner Soloband ist Gitarrist AZAVATAR ein packendes Black-Metal-Album gelungen, das seine Wurzeln nicht verleugnet und dennoch am Puls der Zeit liegt. Dass hinter den zu Vs umgekehrten Us zwar verschrobene Musiker, aber anders als so oft keine auf Images bedachten Dünnbrettbohrer stecken, beweist der Vordenker im Gespräch.

Zunächst einmal: Warum der Hinweis darauf, Bandname und Titel müssten großgeschrieben werden?

»Auf der LP war es uns wichtig, dass die Titel das große Ganze illustrieren. Sie sind als kryptische Symbole zu verstehen, die durch ihre wiederkehrende Ästhetik einen optischen Bezug zu AZAVATAR herstellen sollen. Diese Eigenheit wollten wir im Schriftbild beibehalten.«

Was ´KVLT´ betrifft: Um welchen Kult geht es? Jede halbwegs „extreme“ Band begeht heute „Rituale“ - ihr auch?

»Ein Konzept war im Entstehungsprozess des Albums eher zweitrangig für uns. Wir wollten extrem hässliche, unangenehme und düstere Musik schreiben. Thematisch geht´s grob gesagt um den Lebenszyklus oder auch das ewige Leben - egal, in welcher Existenzform. Der Kult stellt in diesem Rahmen den Anfang und somit auch die Geburt dar. Mit persönlichen Ritualen hat das nichts zu tun.«

Das Chaos generell scheint ein Schlüsselbegriff zu sein. Worin besteht der Zusammenhang zum Song ´KAOS´?

»Die Sonne ist der hellste Stern in unserem Universum und das Zentrum von allem, was lebt. Somit herrscht in ihr das größte Chaos, das wiederum der wichtigste Bestandteil jeder Existenz ist.«...

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