RH #339Interview

DEAD LORD

Bloß keine Hektik

DEAD LORD

Auch der Schweden-Metal-Hype wird einmal sein Ende finden, spätestens wenn alle Hobbymusiker des Drei-Kronen-Staates ihren eigenen Tonträger veröffentlicht haben. Und das kann nach jetzigem Stand der Dinge gar nicht mehr so lange dauern. Dann wird sich die Spreu vom Weizen trennen. DEAD LORD aus dem quirligen Stockholm sollten dieses Ausleseverfahren locker überstehen.

Denn Qualität setzt sich bekanntlich durch. Und an Qualität mangelt es ihrem am 21. August erscheinenden Zweitling „Heads Held High“ ganz und gar nicht. Die Thin-Lizzy-Referenzen sind natürlich auch diesmal nicht wegzudiskutieren, aber hört man ein wenig genauer hin, merkt man: DEAD LORD ziehen sehr wohl ihr eigenes Ding durch. Das findet auch der äußerst sympathische Gitarrist und Sänger Hakim Krim, der die zehn neuen Songs skandinavisch zurückhaltend kommentiert:

»Ich habe einfach einen Studiotermin gebucht, damit das Album noch dieses Jahr erscheinen kann. Als wir dann zu den Aufnahmen geschritten sind, ging alles sehr schnell. Ich habe den Jungs ein paar Riffs und Melodien vorgestellt, und die fanden sie cool. Daraus sind dann die Songs entstanden. Es gab keinen Masterplan, wohin die Reise gehen sollte. Wenn einige Stücke einen Lizzy-Vibe besitzen, nun, dann ist das eben so. Aber geplant war dies nicht.«

Für das fantastische Debütalbum „Goodbye Repentance“ hatten sich DEAD LORD auf die (spirituelle) Reise nach Dublin begeben – womöglich um dem Geist von Phil Lynott ein wenig näher zu sei. Diesmal blieb...

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