RH #338Interview

DEW-SCENTED

Plötzlich Chef

DEW-SCENTED

Die Thrasher DEW-SCENTED können trotz aller Line-up-bedingten Rückschläge dieser Tage die Veröffentlichung ihres zehnten Studioalbums „Intermination“ feiern. Wir trafen uns mit Fronter Leif Jensen auf ein Feierabendbierchen im Dortmunder Café Esquina Central.

Leif, was treibt dich nach 23 Jahren und einem überschaubaren Erfolgsniveau immer noch an, die Band nebenberuflich mit solch hoher Schlagzahl zu betreiben? Ihr könntet ja auch nur alle fünf Jahre ´ne Platte machen.

»Ich nenne es immer Vollzeithobby. „Nebenberuflich“ klingt ja fast schon spießig (lacht). Wahrscheinlich die Liebe zur Musik. Es ist für mich ein gutes Ventil, wenn ich mich mit der Band austoben kann; das stimmt mich ruhig. Außerdem ist immer wieder der Ehrgeiz da, einen draufzulegen, sich als Gemeinschaft weiterzuentwickeln und bessere Songs zu schreiben. Ich habe mich zudem immer als Teil der Szene gesehen und mich nie gefragt, ob man als Idiot dasteht, wenn man nach fünf Jahren Erfolglosigkeit immer noch weitermacht.«

Was unterscheidet „Intermination“ vom Vorgängerwerk „Icarus“?

»Eine ganze Menge. Natürlich sind das nur Nuancen, die nicht jeder Hörer mitbekommt. 2012 haben wir mit „Icarus“ eine neue Phase für die Band eingeläutet. Ich wollte DEW-SCENTED 2011 ja eigentlich auflösen, weil der zwischenmenschliche Tiefpunkt erreicht war, als das gerade neu zusammengestellte „Invocation“-Line-up auf Tour zusammengebrochen ist. Mein alter Freund Martin Vriesde ist zu dem Zeitpunkt wieder aufgetaucht und...

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