RH #332Titelstory

SPACE CHASER

Venom, zieht euch warm an!

SPACE CHASER

War 2014 ein guter Metal-Jahrgang? Muss wohl. Ich kann mich jedenfalls nicht daran erinnern, dass die deutsche Hauptstadt und aktuelle Hipster-Zentrale jemals innerhalb von zwölf Monaten gleich zwei Metalbands von Weltformat hervorgebracht hätte.

Auf der einen Seite die Okkult-Rockerinnen The Oath, die auf so unnachahmliche Art und Weise gleich wieder implodierten (Johanna Sadonis frontet mittlerweile Lucifer, Gitarristin Linnéa Olsson bedient bei den Gruft-Rockern Beastmilk die zweite Gitarre). Und auf der anderen Seite SPACE CHASER, denen hoffentlich eine längere Halbwertzeit beschieden sein wird und die mit „Watch The Skies“ eines der besten Thrash-Debüts seit Agent Steels „Skeptics Apocalypse“ abgeliefert haben. Im November traten SPACE CHASER in ihrer Heimatstadt als Support für Tankard auf, was Gitarrist Leo Schacht durchaus als Ehre empfand:
»Klar, teutonischen Thrash höre ich privat sehr gerne, ganz ohne Frage, aber in erster Linie bin ich total dem Ami-Zeugs verfallen.«
Szenetypisches Rockstar-Gehabe ist der Band fremd, irgendwie scheinen die Berliner Jungs vom Erfolg des Albums gar selbst ein wenig überrascht zu sein:
»Diese Story im ROCK HARD, die ganze Seite Interview, das war bis dato der größte Artikel, den wir in einem Printmagazin gehabt haben«, staunt Leo nicht schlecht.
Das dürfte sich mittlerweile geändert haben. Die Zeiten von intimen Club-Gigs sollten für SPACE CHASER hoffentlich schon bald der Vergangenheit angehören. Dann wird man vielleicht mit Wehmut auf...

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