RH #331Interview

WOLF

Von Teufeln und Kardinälen

WOLF

Wenn jemand seit Jahren kein bisschen vom klassischen Heavy Metal abrückt und dabei altbekannte Metaphern auftischt, ohne schal zu werden, macht er etwas richtig. Niklas Stålvind (v./g.), der diese Kunst beherrscht, gibt sein eigentlich schlichtes Geheimnis gerne preis, wo sich andere ihre vorgebliche Göttlichkeit als Wahrzeichen schützen lassen müssen, um relevant zu bleiben.

Niklas, als Metalband können sich WOLF nicht großartig ausstrecken; was habt ihr also anders gemacht, um eure aktuelle Platte „Devil Seed“ so frisch klingen zu lassen?

»Wir können nicht ständig versuchen, noch einmal ein Album wie „Black Wings“ zu schreiben, und wollen das auch gar nicht, weil das nichts mit Kreativität zu tun hätte. Unsere Musik entsteht zuerst deshalb, weil wir sie einfach spielen müssen, und falls sie dann auch anderen gefällt, ist das umso schöner. Eigentlich stellen wir uns solche Fragen aber gar nicht, denn neue Ideen stellen sich automatisch ein, wenn man offen durchs Leben geht. Du wirst älter, orientierst dich in mancher Hinsicht neu und durchläufst dabei hoffentlich eine Entwicklung als Mensch.«

Und dann kann man auch so frech sein, Songs ´Shark Attack´ oder ´Back From The Grave´ zu nennen?

»Klar, ich arbeite gerne mit plumpen Bildern, die dann aber doch hintersinniger sind. Die Haie stehen für die Kardinäle im Vatikan nach dem Abtritt des letzten Papstes. Man kann sich vorstellen, wie viel Gerangel es um einflussreiche Posten gibt, denn der Mensch strebt eben ständig nach...

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