RH #329Zeitreise

DESTRUCTION

Alles außer Hochdeutsch

DESTRUCTION

Die Anfänge von Destruction

An Bord unserer hartmetallischen Zeitmaschine beamen wir uns diesen Monat zurück zu den Geburtswehen des deutschen Thrash Metal. Gemeinsam mit Sänger/Bassist Marcel „Schmier“ Schirmer (47) von der süddeutschen Genre-Institution DESTRUCTION tauchen wir ein in eine Ära, in der man wegen Patronengurten in den Knast wanderte und die komplette spätere German-Thrash-Elite noch gemeinsam in Jugendzentren herumlärmte.

Schmier, fangen wir ganz von vorn an. Wann hast du erstmals in deinem Leben gemerkt, dass Musik was Tolles ist?

»Als ich ´Jailhouse Rock´ von Elvis hörte. Mein Vater hatte eine Single-Sammlung. Da war alles Mögliche drin, Peter Kraus und so, viel Rock´n´Roll und auch Schlager. Ich weiß gar nicht mehr, wie alt ich war. Auf jeden Fall war ich bis dahin noch nicht sonderlich empfänglich für Musik gewesen. Aber ´Jailhouse Rock´ hat dermaßen reingeknallt, dass ich sofort verstanden habe, was Rock´n´Roll ist. Im Radio gab´s ja nur Zeug wie Abba.«

Du hast mal erzählt, dass du die ´Jailhouse Rock´-Single heimlich hören musstest.

»Klar, ich durfte natürlich nicht an Vaddern seine Plattensammlung (lacht). Das war streng verboten. Aber er hat viel gearbeitet, und in stillen Stunden habe ich mich dann doch getraut. Ohne Elvis wäre ich bestimmt kein Metalfan geworden. Danach habe ich mir Status Quo reingepfiffen.«

Das war quasi die erste Rock-Hard-kompatible Gruppe, die du gehört hast.

»Genau. Anschließend habe ich mich umgeguckt, was es sonst noch gibt,...

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