RH #320Lauschangriff

BROILERS

Der Boss und ich

BROILERS

Verrücktes Ding: Noch vor drei, vier Jahren kannten nur eingefleischte Punkrocker und Oi!-Aficionados die BROILERS. Heute, Ende 2013, fiebern dagegen hunderttausende Supporter dem neuen Album entgegen. „Noir“, der Nachfolger des 2011er Super-Erfolgs „Santa Muerte“ (Platz drei in den deutschen Charts!), erscheint am 7. Februar - und kann sich hören lassen.

Es ist Mitte November, und es fühlt sich auch so an. In Dortmund: Scheißwetter, schon nachmittags dunkel. In Düsseldorf, der Heimat der BROILERS: Scheißwetter, noch dunkler. Aber hier, in diesem Innenhof an der Ronsdorfer Straße im industriell geprägten Flingern-Süd, kümmert man sich seit Jahrzehnten eh nur selten um das, was an der frischen Luft passiert, hier wurde und wird in den Kellern, abgeschottet und in Ruhe gelassen, deutsche, sogar internationale Musikgeschichte geschrieben. In den achtziger Jahren probte in den Tiefen des Gebäudekomplexes nicht nur die metallische Crème de la Crème der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt, Warlock oder Assassin zum Beispiel, auch die Toten Hosen und sogar Kraftwerk entwickelten an diesem Ort jahrelang veritable Hits.  

So viel geändert hat sich nicht: Die oben zum Großteil angesiedelten „Kreativbüros“ mögen in ihrem Bionade-Biedermeier weniger subversiv sein als die Zusammenrottungen an staatsfernen Tunichtguten, die sich noch vor 30 Jahren hier tummelten, aber unten wird weiter gegen den Strom musiziert, und auch die BROILERS haben sich häuslich eingerichtet. Ihr Manager,...

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