RH #320Krach von der Basis

BLACKSHORE

»Ich bin der Blizzard«

BLACKSHORE

BLACKSHOREs „Terror“ ist eines der geilsten deutschen Black-Metal-Alben der letzten Monate. Old School as fuck, mit ruppigem Thrash-Riffing, rotziger Crust-Kante und ´ner coolen Leck-mich-am-Arsch-Attitüde. Passenderweise klingelt an einem goldenen Spätherbsttag in der Redaktion das Telefon.

»Hallo! Hier ist Flo von BLACKSHORE.«

Hallo Flo. Wer bist du denn bei BLACKSHORE - Hades (v./g./b.) oder Blizzard (dr./b.)?

»Ich bin der Blizzard. Hörst du nicht hinter mir den Schneesturm (lacht)?«
Ich dachte eigentlich, dass BLACKSHORE zu den Underground-Black-Metal-Acts gehören, für die es uncool ist, mit einem Poser-Blatt wie dem Rock Hard zu reden.
»Nö, ich finde eher, dass die Leute, die das Rock Hard scheuen, diejenigen sind, die auch wir als Band scheuen - wenn du weißt, was ich meine. Denen haben wir bereits textlich den Mittelfinger gezeigt.«

Du meinst die NSBM-Szene.

»Ja, so kannst du das sagen.«

Wo zieht ihr die Grenze? Ich wart z.B. mit Horna auf Tour. Wenn die Finnen bei uns im Heft auftauchen, ist das Gemotze gewisser Gestalten vorprogrammiert.
»Bislang sind wir eigentlich unterm Radar geschwommen. Es gibt natürlich irgendwelche Antifa-Menschen, die uns als Grauzonen-Band betiteln oder behaupten, wir seien rechtsoffen, was dann immer synonym mit Nazikacke ist. Auf der anderen Seite wurden wir in Internetforen schon als linksradikale Zeckenscheiße bezeichnet. Wir scheinen also alles richtig zu machen (lacht). Bei Horna waren wir zunächst definitiv skeptisch. Aber die Typen...

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