RH #316Krach von der Basis

MORIBUND OBLIVION

Undemokratisch glücklich

MORIBUND OBLIVION

Sänger und Gitarrist Bahadir legt weder bei den Istanbulern MORIBUND OBLIVION das Zepter aus der Hand, noch als Chef der Booking- und Managementfirma Banplus oder prämierter Macher einer Werbeagentur. Ihr fünftes Bandalbum „Manevi“ und das erste rein türkischen Metal-Festival außerhalb ihres Heimatlandes am 8. September im Berliner K 17 setzen Akzente.

Die meisten Stücke sind sehr melodisch, oft gar orchestriert, aber ohne orientalische Klangfarben.

»Turkish Black Metal muss keine Folklore beinhalten. Aber wir umarmen unsere nationale Identität als Türken mit bosnischem Hintergrund und zeigen sie, wenn wir im Ausland auftreten. Bei allen unseren Gigs – unter anderem in Deutschland, der Ukraine, Georgien, Bosnien-Herzegowina, Weißrussland, den Niederlanden, Nordzypern, Österreich, Polen, und der Tschechischen Republik - hissen wir eine türkische Flagge, eine bosnische und eine vom Kosovo.«

Wie lassen sich häufige Touren mit euren Berufen arrangieren?

»Musik ist unsere Priorität. Wir würden unsere Jobs wenn nötig wie mehrfach in der Vergangenheit kündigen. Es bringt uns nichts, mehr zu verdienen, aber unglücklicher zu sein.«

Sind MORIBUND OBLIVION eine demokratische Band?

»Nein. Viele Entscheidungsträger bedeutet viel Lärm und viel Lärm Probleme. Jede Gruppe braucht einen Leitwolf. Anderenfalls ergeben sich aus Egoproblemen Machtkämpfe. Genau diese Probleme gab es mit den alten Musikern. Ich bin sehr froh über die aktuelle Besetzung, die aus professionellen Musikern...

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