RH #312Krach von der Basis

GRAVEYARD

Keine Seele, keine Götter

GRAVEYARD

Wären sie eine Black-Metal-Band, könnten sich GRAVEYARD angesichts der gleichnamigen hart rockenden Schweden ein „The True“ ins Logo kritzeln. Aber weil die Spanier auf ihrem Zweitwerk „The Sea Grave“ weiterhin dem abgründigen Old-School-Death-Metal verbunden bleiben, verschwenden sie keine Gedanken an ein Umtaufen z.B. in Graveyard Of Doom. Wir sprachen mit Frontmann Julkarn.

Julkarn, du hast also den Geist des verrückten Arabers persönlich beschworen und dessen Segen erhalten, die irdischen Vehikel seiner vergifteten Höllenbrut zu sein. Bist du Lovecraftianer, oder war es schlicht Bequemlichkeit, sich als Vokalist u.a. aus dem „Necronomicon“ zu bedienen?

»Im Teenageralter habe ich erstmalig Lovecraft gelesen, völlig unabhängig von seinem Einfluss auf Metalbands. Ich habe seine Werke seither als schier unendliches Universum betrachtet, in dem man sich verlieren und gleichzeitig die Natur der irdischen Welt aus einer weiteren Perspektive reflektieren kann. Lovecraft wird von den meisten spanischen Intellektuellen als zu unbedeutend erachtet. Obwohl der große Borges (Jorge Luis Borges, 1986 verstorbener argentinischer Schriftsteller und Dichter - btj) ihn als höchst einflussreich benannt hat, bleibt Lovecraft bei akademischen Diskussionen ausgeschlossen. Daher sind seine Werke unter spanischen Englischschülern oder überhaupt der Bevölkerung nicht so verbreitet.«

Für Morbid Angels Trey Azagthoth scheinen die Großen Alten Realität zu sein. Bist du eine spirituelle Person?

»Abs...

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06.05.2018
Berlin, ArenaDESERTFESTTickets