RH #310Seziertisch

STEVEN WILSON

Seziertisch

STEVEN WILSON

STEVEN WILSON ist eines der größten und produktivsten Musikgenies unserer Zeit. Er arbeitete nicht nur als Produzent und Mixer für Acts wie King Crimson, Jethro Tull, ELP, Opeth, Fish, Marillion, Orphaned Land, Anathema und Yoko Ono (!), sondern erschuf in den letzten 20 Jahren auch über 40 größtenteils exzellente Studioalben plus haufenweise EPs und Singles. Wir picken aus seinem gewaltigen Tonträgerberg die wichtigsten Scheiben für euch heraus.

UNVERZICHTBAR

PORCUPINE TREE
Signify
(Delerium, 1996)

Wilsons erster Geniestreich. Perfekt montierter, hypnotischer Psychedelic-Progrock mit leicht fiebrigem Pink-Floyd-Touch und warmen Keyboard-Teppichen trifft auf einen unwiderstehlichen, ebenso lässigen wie ultrapräzisen Drive, wie ihn Mitte der neunziger Jahre im Psych-Underground keine andere Band auch nur annähernd hinbekommt. Eine farbenprächtige Klangreise reiht sich an die nächste (Highlights: ´Signify´, ´The Sleep Of No Dreaming´, ´Waiting´, ´Dark Matter´), wobei die technische Brillanz des Quartetts, das hier erstmals als echtes Kollektiv und nicht als Wilson-Backing-Band agiert, mit genauso viel britischem Understatement in Szene gesetzt wird wie Stevens eher zurückhaltender Gesang. Sich in die Gehörgänge boxende Ohrwürmer gibt´s hier keine, dafür aber eine völlig eigene, nie verdrogte Trance-Psych-Soundmagie, die so nur auf dieser Scheibe zu finden ist. Empfehlenswert ist vor allem die 2003 veröffentlichte Doppel-CD-Version, die neben der hervorragend remasterten Originalscheibe noch zehn hörenswerte Demos auffährt. ...

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