RH #310Krach von der Basis

MASSDISTRACTION

Metal ist kein Maskenball

MASSDISTRACTION

Junge neue Thrash-Bands gibt es derzeit wieder wie Sand am Meer. Auch MASSDISTRACTION sind erst seit Ende 2007 am Start. Im Gegensatz zu etlichen anderen neuen Mitbewerbern um den Prügel-Thron kommen die Schweden jedoch gänzlich ohne satanisches, antikosmisches oder sonst wie geartetes Image und ohne Kutten, Nieten und Patronengurte aus. Und auch musikalisch ist man nicht vom Retro-Virus befallen.

»Ja, wir sind wohl eine vollkommen uncoole Band«, lacht Gitarrist Jon Hjalmarsson. »Wir wollen keinen Trends folgen und richten uns beim Komponieren der Songs auch nicht nach irgendwelchen Blaupausen. Dabei limitiert man sich letztendlich doch nur selbst. Abgesehen davon finde ich es extrem langweilig, mir die hundertste Slayer-Kopie anzuhören. Da greife ich dann doch lieber zum Original. Was unsere Klamotten angeht: Heavy Metal ist kein Maskenball. Wir tragen auf der Bühne dieselben Sachen wie im normalen Alltag.«

Gänzlich ohne Einflüsse kommt aber auch ihr nicht aus. Beim Anhören eures Debütalbums „Follow The Rats“ werden Erinnerungen an Bands wie Testament, Exodus oder alte Metallica wach, aber auch an Groove-Zeugs wie Pantera oder Machine Head. Das Ganze hat ein angenehmes Endachtziger- und Frühneunziger-Flair. Wie kommen fünf junge Metalheads aus Malmö auf diesen fast schon antiquierten Sound?

»Hey, so jung sind wir nun auch nicht. Ich höre Metal und Hardrock von Kindesbeinen an. Meine erste selbstgekaufte Platte war 1994 „Use Your Illusion“ von Guns N´Roses. Damals war ich...

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