RH #310From the Underground

ALLOY 20

Gute Zeiten, schlechte Zeiten

ALLOY 20

Es gibt im Metal-Underground eine beinahe religiöse Verehrung vieler oft dem US-Metal-, Power-Metal- oder Progressive-Metal-Pool entsprungener Demotapes. Bands wie Kingsbane, False Witness, Sindrome, Oblivion Knight, Etheria oder Dream State sorgen zwar bei einigen wenigen für feuchte Augen, zählen aber dennoch zu den traurigen Verlierern des Metal.

Trotz unüberhörbarer Genialität in allen Bereichen haben es die oben erwähnten Combos aus den unterschiedlichsten Gründen (nicht immer waren fehlende oder unwissende Fans daran schuld) nie geschafft, durchzustarten. Ein weiteres trauriges Exemplar dieses „Wrong time, wrong place“-Syndroms sind Omega Point, deren „Infinite Rhyme“-Kassette aus dem Jahr 1991 fünf der besten Progressive-Power-Metal-Tracks der Metal-Geschichte enthält. Nun ist deren großartiger Sänger Jeffrey Grove aus der Versenkung aufgetaucht und bringt praktischerweise gleich noch eine neue Band namens ALLOY 20 mit. Grund genug, mal dezent bei ihm nachzufragen, ob Omega Point nun nach 22 Jahren einen ebenbürtigen Nachfolger gefunden haben.

ALLOY 20 ist zunächst mal alles andere als ein klischeeträchtiger Name für eine traditionelle Metalband. Wer oder was ist ALLOY 20, Jeffrey?

»ALLOY 20 ist ein rostfreier Stahl, der entwickelt wurde, um Korrosion zu vermeiden. Der Bandname sollte nicht unbedingt ein Mysterium sein, wir haben ihn aber auch in das Artwork unserer ersten beiden EPs eingebaut.«

Wie ging es bei euch los?

»Billy (Giddings; dr.), John (Taylor; b.) und...

Dieser Text endet hier.

Online-Abonnenten freuen sich über den kompletten Artikel nach dem Log-in.