RH #301Krach von der Basis

DEADBORN

Fünf Lagen Fleisch

DEADBORN

Mario Petrovic weiß, dass er kein zweiter Pavarotti ist, doch für den anspruchsvollen Brutalo-Death-Metal von DEADBORNs Zweitwerk „Mayhem Maniac Machine“ muss er als Growler andere Prioritäten setzen. Auch im Duett mit einem mysteriösen Schlachter.

Wer euren Gastsänger Gabor Gamad Olosh googelt, wird mit Links zu Gabor Schuhmode zugemüllt.

»Bei Google wirst du ihn bestimmt nicht finden, denn er lebt alleine und ziemlich zurückgezogen hier bei uns im Schwarzwald. Seine Herkunft ist mir unbekannt, und er spricht auch nicht darüber. Er kam vor 15 Jahren in diese Gegend, spricht gebrochen Deutsch und war vorher in irgendeiner Hardcore-Musikszene unterwegs. Seit zehn Jahren arbeitet er als Schlachter im Nachbarort, und nebenbei frönt er der brutalen Musik. Die Leute meiden ihn, aber ich komme ganz gut mit ihm klar. Bei ihm bekommst du den besten geräucherten Speck und die beste Blutwurst in der Dose, alles aus hauseigener Schlachtung.«

Er ist also nicht euer persönlicher Zalando-Bote. Was ist mehr Death Metal: weiße Sneaker wie bei Dismember früher, Doc Martens oder Cowboystiefel?

»Ich persönlich bevorzuge Docs. Aber was soll ich jetzt dazu sagen, ist ja schließlich jedermanns eigenes Ding. Ich gebe mal die Frage zurück. Was ist mehr Black Metal: Birkenstock oder barfuß?«

Fürwahr philosophisch. Auch Vadim T. Govnar ist kaum greifbar. Sein Dreizeiler auf der Booklet-Rückseite klingt naiv-euphorisch, wie von der Warte eines besessenen Wissenschaftlers oder Forschers, der nicht...

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