RH #301Festivals & Live Reviews

DARK FORTRESS, NACHTMYSTIUM, VERDELET, PHLEFONYAAR

Köln, Die Werkstatt

NACHTMYSTIUM

Wer zur Hölle ist das? Und was wollen die? Die sehr wenige Köpfe umfassende Menge in der eh recht kleinen Werkstatt empfängt PHLEFONYAAR mit Ratlosigkeit. Das liegt einerseits daran, dass ihr Logo kaum zu entziffern ist, aber auch daran, dass der rumpelige, dreckige, bitterböse Stil der Briten das musikalische Äquivalent von Rostnägeln in Buttersäure ist: nicht appetitlich, nicht bekömmlich, aber immerhin eindringlich. Irgendetwas zwischen Death, Grind und Doom ist es, das Phlefonyaar angemessen unsauber spielen. Es wäre überraschend, wenn nach dem Auftritt bei irgendwem einzelne Songs hängengeblieben sind, Atmosphäre aber ist geschaffen.

VERDELET versuchen es auf die dramatischere Tour. Ihr Sänger gibt den satanischen Hohepriester, die ganze Band ist liebevoll geschminkt, ihre Musik jedoch als Mischung aus Death-Thrash und altem Norweger-Kram wie Immortal und Satyricon vergleichsweise unauffällig. Hat man sich einmal an die Optik gewöhnt, was recht schnell geht, bleibt ein Genremix, der weder die Kraft von Death- oder Thrash Metal noch die Atmosphäre nordischer Raserei hat. „Verdelet“ heißt übrigens auch eine Traubensorte, deren Wein Wikipedia als „recht neutral, aber etwas unangenehm im Geschmack“ beschreibt. Kommt hin.

DARK FORTRESS zeigen dann, wie man recht ähnliche Musik mit recht ähnlicher Optik ungleich besser spielen kann. Zwar leiden die Bayern darunter, dass der matschige Sound den Details ihrer jüngeren Kompositionen nicht gerecht wird, aber schon ihre präzise...

Dieser Text endet hier.

Online-Abonnenten freuen sich über den kompletten Artikel nach dem Log-in.