RH #301Festivals & Live Reviews

DEAD CONGREGATION, INFINITUM OBSCURE

Hamburg, Bambi Galore

Vorverkauf: acht Euro. Abendkasse: zehn Euro. Kleine Flasche Holsten: zwei Euro. Bitte, es geht doch! Da trinkt man ganz viele Holsten, denn Holsten knallt am dollsten - und man hat immer noch ausreichend Kohle für den Merchandise-Stand. Sowohl die griechischen Headliner als auch ihr Special Guest aus Mexiko verkaufen lecker Vinyl und Shirts zu (ebenfalls) kleinen Preisen.

Der Abend hätte größeres Publikum verdient, aber immerhin strömen etwa 60 Zahlende in Hamburgs Problemstadtteil, um zunächst wie entfesselt lostrümmernde Todesmetall-Mariachis zu erleben. INFINITUM OBSCURE feuern roh, ruppig und an den richtigen Stellen angenehm unsauber. Der Leder/Spikes/Nieten-Vierer mit wehenden, duftenden und Reiterhof-mäßig frisch gestriegelten Haaren poltert genau in der Schnittmenge von satanischem Death Metal und Black Metal. Packende Stücke wie ´Seeding Darkness´, ´Serenade For Destruction´ sowie ´Scepter Of Malevolence´ werden vom Publikum eifrig mitgebangt, und es bleibt festzuhalten, dass das Quartett immer dann am stärksten ist, wenn es im schweren oberen Midtempo-Bereich Schädel spaltet.

DEAD CONGREGATION, da lege ich mich fest, zählen zu den talentiertesten europäischen Todesmetall-Kommandos der Gegenwart, und es liegt einzig an der Band selbst bzw. an ihrem Boss Anastasis Valtsanis, dass sie bislang „nur“ im Underground fest verwachsen sind. Größeres wäre hier durchaus möglich, was aber nicht heißen soll, dass die Griechen dieses auch unbedingt anstreben sollten. Die Logos...

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