RH #300Festivals & Live Reviews

THE DEVIL'S BLOOD, URFAUST

Köln, Underground

THE DEVIL´S BLOOD

Keine Ahnung, ob sich F. (The Mouth) von The Devil´s Blood kurz nach dem Einlass den Rock-Hard-Abgesandten gegenüber einen kleinen Scherz erlaubt oder schlicht die Auftrittsorte verwechselt, aber weder befindet sich heute Abend eine dritte, unangekündigte Band auf dem Billing, noch wird F. erst um 22:30 Uhr mit ihren Bandkollegen die Bühne betreten.

Ganz im Gegenteil: Bereits um kurz nach 22 Uhr wird das heutige Ritual der Holländer mit ´Christ Or Cocaine´ nach über zwei Stunden seinen Abschluss finden. Allerdings hat diese Fehlinformation zur Folge, dass URFAUST bereits einige ihrer finsteren „Oppressive Metal“-Epen zum Besten geben, während draußen noch gequatscht wird, und man gleich vor zwei Problemen steht: Wie zur Hölle bahnt man sich den Weg durch das komplett ausverkaufte Underground, um noch einen kleinen Blick auf das Bühnengeschehen zu erhaschen? Und wie bringt man sich auf die Schnelle in die richtige mentale Verfassung, um den seltsamen Klangwelten des holländischen Duos etwas abgewinnen zu können? Beides will nur bedingt gelingen, und auch der Teil des Publikums, der heute zum ersten Mal mit den düster-morbiden Soundcollagen von Urfaust in Berührung kommt, weiß nicht so recht, was er davon halten soll. Es gibt respektablen Applaus, aber stürmische Begeisterung sieht anders aus.

Die setzt allerdings umgehend ein, als THE DEVIL´S BLOOD zu den obligatorischen Dämpfen und Gerüchen der Räucherstäbchen nach dem Intro ´Unending Singularity´ mit ´On The Wings Of Gloria´...

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