RH #297RH vor 10 Jahren

Aua! Aua! Aua!

Rock Hard 177

Am 13. Dezember 2001 stirbt DEATH-Mastermind Chuck Schuldiner. Der Tod des Ausnahmegitarristen wäre womöglich vermeidbar gewesen.

„Chuck, der nicht krankenversichert war, konnte die nötige letzte Operation nicht bezahlen“, schreibt Götz in seinem Vorwort. „Er wurde kurz vor seinem Tode sogar noch von einem Krankenhaus abgewiesen und erlag schließlich den Folgen seines Gehirntumors.“ Götz überkommt „eine maßlose Wut auf das amerikanische Gesundheitssystem, das Mittellose kaltblütig krepieren lässt. Unvorstellbar, dass sich Ärzte weigern, lebensnotwendige Operationen durchzuführen, wenn der betreffende Patient nicht zahlen kann.“

´ne vernünftige Krankenversicherung genießt bei den Amis inmitten der 9/11-Nachwehen allerdings wenig Priorität. Stattdessen werden ohnehin religiöse Kapellen wie P.O.D. und Konsorten NOCH gottesfürchtiger. Selbst unser Buffo verabschiedet sich von CREEDs Scott Stapp im Interview mit „Vergelt´s Gott!“ und erntet dafür ein seliges »God bless you too, Buffo!«.

Auch aufs „USA über alles!“-Pedal wird mehr denn je gedrückt. Stapp kommt sowieso »aus einer sehr patriotisch gesinnten Familie«. Beim von ZEKE-Drummer Donny Paycheck in die Runde geworfenen »Ohne uns Amerikaner wäre die Welt inzwischen kommunistisch!« platzt Michael Rensen allerdings der Kragen, und er platziert eine seiner berühmten „Aua! Aua! Aua!“-Klammerbemerkungen.

Wolf geht derweil mit seinen Helden FEAR FACTORY, GODFLESH und DEVIN TOWNSEND auf Tour, was sich als echte Asi-Versammlung...

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