RH #295Titelstory

White Metal, Christian Metal oder Christian Rock?

 

 

Als der Verfasser dieser Zeilen in den Achtzigern mit Metal sozialisiert wurde, gab es für diese ganzen komisch anmutenden Combos, die vor allem und in erster Linie Jesus und Gott in ihren Texten thematisierten, nur einen Begriff: Als quasi „Antithese“ zum satanistischen und/oder pseudo-satanistischen Black Metal nannte man jene gerne predigenden Acts White-Metal-Bands, ihr Ruf war außerhalb einer eingeschworenen Fangemeinde (darunter übrigens auch Rock-Hard-Schreiber Frank Trojan, ohne dessen Reviews ich viele famose Truppen niemals angecheckt hätte - danke dafür!) nicht der allerbeste. In der christlichen Szene selbst, die es auch in den Achtzigern und frühen Neunzigern schon gab, tat man sich dagegen immer schwer mit diesem Begriff. Er wurde zwar hier und da benutzt, eigentlich sprach man aber lieber von „Christian Metal“ bzw. eingedeutscht „christlichem Metal“, wenn die Rede auf Bands wie Stryper, Barren Cross, Guardian, Whitecross, Sacred Warrior, Seventh Angel, Bride, Bloodgood oder später auch Veni Domine, Saviour Machine, Seventh Avenue oder Tourniquet kam (die letzten beiden interviewen wir auf diesen Seiten).

Heutzutage existiert der Begriff White Metal eigentlich gar nicht mehr, lediglich alte Hasen, die „damals“ schon dabei waren, verwenden ihn noch. Dass man sich global mehr oder weniger auf die Bezeichnung Christian Rock geeinigt bzw. diese sich durchgesetzt hat, ist allerdings sicherlich auch dem Umstand geschuldet, dass „echter“ Metal in der christlichen...

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