RH #294Krach von der Basis

TRAGIC CAUSE

Frisch und frei

Wie die Flosse eines weißen Hais während der Attacke pflügt „To Reign Supreme“ von TRAGIC CAUSE durch ein Meer von Platten, die dem Bay-Area-Thrash der Achtziger Tribut zollen. Die Hamburger integrieren aber zudem Elemente der Neunziger in ihren Sound und stechen so aus der Masse von neuen „Old-School-Bands“ wohltuend heraus.

Ist der Thrash der Neunziger unterbewertet?

»Das kann man so nicht generell sagen«, relativiert Gitarrist und Sänger Alex. »Weder Slayer oder Testament noch Kreator wurden je unterbewertet. Aber es hängt alles vom richtigen Zeitpunkt ab. Gerade Demolition Hammer und Exhorder sind zwei tolle Beispiele. Beide hatten damals Hammeralben veröffentlicht, und das geile Review zu „The Law“ von Frank Albrecht habe ich heute noch im Kopf. Der hat die Band damals abgefeiert, als gäbe es kein Morgen. Aber in jener Zeit war die erste große Metal-Welle gerade am Abklingen, und alle stürzten sich auf Bands wie Godsmack (die mal lockere sechs Jahre nach „The Law“ debütierten - Red.). Mit unserer Scheibe hoffen wir nun, einen Beitrag zu leisten, dass diese Musik nicht so schnell vergessen wird.«

Gemeint ist die Mucke von Pro-Pain, Sepultura, Death, Kreator, Suicidal Tendencies und den eben erwähnten Exhorder. Und diese alten Helden lassen die Jungs auch gleich mit drei Songs - ´Hail´, ´Rise´ und ´Thrash Is Back´ - hochleben.

»Stimmt. Gerade ´Hail´ beschäftigt sich mit der Thrash-Welle Ende der Achtziger, Anfang der Neunziger. Ohne diese Bands wäre der Thrash- und Death...

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