RH #292Interview

KRISIUN

Langsamer = härter!

„The Great Execution“, der neue KRISIUN-Longplayer, erscheint am 28. Oktober - und der Begriff „Longplayer“ ist diesmal Programm: Mit einer Spieldauer von über 60 Minuten (die limitierte Erstversion mit Bonustrack wird es sogar auf stolze 67 Minuten bringen) bietet die von Andy Classen produzierte Scheibe ungewöhnlich viel Metal fürs Geld. Und dazu noch eine Extraportion Abwechslung.

Dass die drei brasilianischen Brüder ihr Highspeed-Hightech-Gebretter öfter mal mit eingängigen Midtempo-Passagen auflockern und damit interessanter machen wollen, erzählen sie seit Beginn ihrer Karriere vor rund 20 Jahren. Meist blieb es aber bei einigen langsameren Alibi-Riffs, während der Großteil der jeweiligen Alben immer neue Geschwindigkeitsrekorde aufstellte. Zwar war das alles technisch höchst anspruchsvoll verpackt und von genügend eingängigen Passagen durchsetzt, um nahezu jeden Death-Metal-Fan (und andere) zu begeistern - aber es war auch vorhersehbar und nicht gerade spannend.

„The Great Execution“ geht nun tatsächlich einen Schritt weiter und enthält erstaunlich viele Midtempo-Passagen, die die (natürlich immer noch dominierenden) Speed-Eruptionen extremer und härter erscheinen lassen. Es herrscht deutlich mehr Abwechslungsreichtum; andernfalls wäre das Album auch viel zu lang und monoton ausgefallen. So scheint man die ideale Mischung gefunden zu haben; die Zeit vergeht jedenfalls wie im Flug, als die Band ihr neues Werk im Beisein von Produzent Classen in der Dortmunder...

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