Online-MegazineInterview

UNLOCKING THE TRUTH

Vom Times Square ins Chaos

UNOCKING THE TRUTH

Hinter UNLOCKING THE TRUTH stehen bewegte Jahre: Von den Anfängen als Straßenmusiker auf dem Times Square über einen Plattenvertrag bei Sony Music bis zur ersten Platte, die diesen Sommer erschienen ist (Review in RH 351), sind jetzt vier Jahre vergangen. Wenn man bedenkt, dass die Jungs erst zarte 15 Lenze zählen, ist diese Geschichte umso erstaunlicher. Wir sprachen mit Sänger und Gitarrist Malcolm Brickhouse u.a. über den Werdegang, das Debüt "Chaos" und die Doku "Breaking A Monster", in der die Jungs die Hauptrollen spielen.

Malcolm, ihr habt in den letzten Jahren einen großen Hype um euch erlebt. Wir war das rückblickend für dich?

»Es war großartig, weil ich das Gefühl hatte, dass alle meine Träume wahr werden. Ich habe eine Band gegründet, war auf Tour und habe einige meiner Lieblingskünstler wie z.B. Disturbed, Chelsea Grin und Motionless In White getroffen. Außerdem waren wir Opener für Acts wie Marilyn Manson, Living Colour, Guns N' Roses und Slash und haben eine CD aufgenommen.«

Ihr habt einige Jahre als Straßenmusiker gespielt. Wie hat diese Erfahrung euch beeinflusst?

»Auf dem Time Square zu spielen, war vor allem viel Arbeit. Wir haben über den ganzen Tag verteilt dort gespielt, aber es hat sich ausgezahlt, da mein Vater und andere Leute aus der ganzen Welt uns gefilmt und es nachher bei Youtube hochgeladen haben.«

Viele Leute in der Musikindustrie im Allgemeinen und der Metalszene im Speziellen sehen die Digitalisierung sehr kritisch, aber ihr habt dieser Entwicklung viel von eurem Erfolg zu verdanken. Wie siehst du diese Entwicklung?

»Es hat sein Gutes und sein Schlechtes. Einerseits ist es super, weil du die Möglichkeit hast, dich vielen Leuten zu präsentieren. Es lernen dich auch Menschen kennen, die das sonst vielleicht nicht getan hätten. Andererseits können sie auch deine Musik bekommen, ohne zu bezahlen, was es Musikern schwerer macht, von ihrer Kunst zu leben.«



Euer Sound ist sehr vom Groove Metal und generell modernem Metal beeinflusst. Wie habt ihr euren Stil entwickelt und wer sind eure Vorbilder?

»Ich würde sagen, dass ein Teil der Einflüsse daher kommt, wo wir auch Metal für uns entdeckt haben: animierte Musikvideos, Wrestling und Monster Jam (Monster Truck-Rennserie - mab). Der andere Teil kommt von Bands, auf die wir stehen, wie Disturbed und Escape The Fate, und der Musik mit der wir aufgewachsen sind, wie R&B, Soul und Hip-Hop. Das haben unsere Eltern gehört.«

Wie schreibt ihr denn generell eure Songs?

»Normalerweise fällt mir zuerst ein Riff ein. Dann nehme ich die Rhythmus- und die Lead-Gitarre auf, bevor ich mit Alec (Atkins, b.) zusammen den Bass aufnehme. Danach kommen dann die Texte. In denen schreibe ich über Dinge, die mir wichtig sind oder die mir passiert sind. Zum Schluss fügt Jarad (Dawkins, dr.) das Schlagzeug hinzu.«

Was sind deine Zukunftspläne? Gibt es Ziele, die du unbedingt mit UNLOCKING THE TRUTH erreichen möchtest?

»Mein persönlichen Ziele für die Zukunft sind einerseits Produzent zu werden, aber andererseits auch weiter zu komponieren und Songs zu schreiben. Ich würde sehr gerne mein eigenes Studio bauen und mit anderen Künstlern zusammenarbeiten. Natürlich möchte ich auch mit UNLOCKING THE TRUTH weitermachen, so dass wir eine der besten Metalbands werden.«

Demnächst erscheint die Dokumentation "Breaking A Monster" über euch. Ist es nicht komisch, sich selbst auf dem Bildschirm zu sehen?

»"Breaking A Monster" ist eine Dokumentation, die die Zeit behandelt, als wir mit dem Label (gemeint ist Sony Music, mit denen die Jungs 2014 einen 5-Alben-Vertrag über 1.8 Mio Dollar unterzeichneten. 2015 haben sie sich wieder daraus entlassen lassen - mab) gearbeitet haben. Es ist für mich gar nicht so komisch, mich im Fernsehen zu sehen, weil der Film nah am Leben ist. Das ist wirklich passiert.«

 

 

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