Online-MegazineInterview

NEW LIGHT CHOIR

Interview mit der Demo-/Eigenproduktionsband 02/15

NEW LIGHT CHOIR

NEW LIGHT CHOIR aus Raleigh, North Carolina haben mit ihrem düsteren und atmosphärischen Album „Volume II“ die Redaktion überzeugt und wurden in Ausgabe Vol. 333 zum „Tipp des Monats“ unter den Eigenproduktionen gekrönt. Mastermind John Niffenegger stand Rock Hard Rede und Antwort.

John, kannst du uns etwas über die Bandgeschichte von NEW LIGHT CHOIR erzählen?

»NEW LIGHT CHOIR wurden im Februar 2010 gegründet. In den Jahren zuvor hatte ich bereits Songs geschrieben und aufgenommen und mich schließlich dazu entschlossen, einen Schlagzeuger zu suchen, um im Studio ein Album einzuspielen. Letztlich konnte ich Chris (Dalton), den ich schon seit Ende der Neunziger kenne, als Drummer für NLC gewinnen. Im Frühling 2010 begannen wir, gemeinsam an dem Album zu arbeiten und spielten im Sommer 2010 unsere erste, selbstbetitelte Platte ein. Wir nahmen uns vor, unser nächstes Album „Volume II“ selbst aufzunehmen und konnten es Anfang 2014 veröffentlichen.

Ich wollte für die Band einen Namen, der frei interpretierbar ist. Ich bin leidenschaftlicher Mountainbiker und einer meiner Lieblingsplätze zum Radfahren heißt New Light. Das Wort Choir hat meiner Meinung nach einen schönen Klang und so kam ich schließlich auf NEW LIGHT CHOIR.«

„Volume II“ ist sehr atmosphärisch und lässt sich nicht in Musikkategorien zwängen. Hattet ihr von Anfang an einen speziellen Sound im Kopf, den ihr bei NEW LIGHT CHOIR umsetzen wolltet?

»Anfangs wusste ich nur, dass NEW LIGHT CHOIRs Sound heavy und düster werden würde. Ich hatte vor, meine verschiedenen Einflüsse zu kombinieren und so etwas ganz Eigenes zu schaffen. Chris und ich sind beide mit Metal aufgewachsen und so war es klar, dass unsere Band in diese Richtung gehen würde. Ich bin ein großer Black-Metal-Fan und das hört man in unseren Songs, insbesondere auf „Volume II“.«

Ich finde das Coverartwork von „Volume II“ großartig – gibt es dazu eine Geschichte?

»Ich wollte das Layout von „Volume II“ auf jeden Fall in schwarz und weiß halten. Ich bin mir nicht sicher, wie ich das Bild letztlich gefunden habe, aber ich wusste gleich: Das ist das perfekte Cover für „Volume II“. Die Zeichnung stammt von dem Künstler Harry Clarke und zierte in den frühen 1900ern einen Gedichtband.«

Ihr werdet – auch in unserem Review – mit den frühen Rush in Verbindung gebracht. Habt ihr ein Faible für Rush oder ist das nur Zufall?

»Ich glaube, das ist eher Zufall. Obwohl wir beide Rush schätzen, würde ich sie nicht als musikalische Vorbilder aufzählen. Wenn es um Musik aus dieser Zeit geht, ziehe ich Sabbath, Scorpions oder Uriah Heep vor.«

Auf eurer Facebook-Page habt ihr in einem Post euren deutschen Fans besonders gedankt – bekommt ihr viel Feedback aus Deutschland?

»Um ehrlich zu sein: Wir haben unser Album kaum beworben. Vor etwa einem Jahr hat Chris eine Vorabversion von „Volume II“ an Doug Moore von Invisible Oranges geschickt, die das Album rezensiert und auf ihrer Website vorgestellt haben. Ein paar Leute aus Deutschland haben daraufhin „Volume II“ gekauft und ihre Freunde auf uns hingewiesen. Bis jetzt haben wir sehr positives Feedback aus Deutschland erhalten.«

In seiner “Volume II”-Rezension nennt Boris Kaiser 'July Sky' einen „Superhit“…

»'July Sky' war der erste Track, den wir für „Volume II” geschrieben haben und trotzdem der letzte, der fertig wurde. Ich war mir lange Zeit über Instrumentierung und Lyrics nicht im Klaren. Mittlerweile bin ich allerdings sehr zufrieden mit dem Lied. Anfangs war 'July Sky' klar von Wovenhand inspiriert, aber Chris hat dem Lied mit seinen Mercyful-Fate-Drumming einen einzigartigen Sound verliehen.«  

Ich finde es beeindruckend, dass du sowohl Gesang als auch Bass und Gitarre beigesteuert hast. War es immer dein Plan, eine Zwei-Mann-Band zu gründen?

»Vor NLC habe ich auch in anderen Bands gespielt. In den 2000ern begann ich, mich für Aufnahmetechnik zu begeistern und das erlaubte mir, meine eigenen Ideen zu verwirklichen. 2005 bis 2009 habe ich damit verbracht, mich auf Songwriting und Musikaufnahme zu spezialisieren. Ich genieße es, Tracks zu schreiben und aufzunehmen. Da wir im Moment nicht live spielen, brauchen wir keine zusätzlichen Bandmitglieder. Chris und ich sind uns einig, wie wir NLC aufziehen wollen und manchmal ist weniger eben mehr.«

Könntet ihr euch denn vorstellen, irgendwann einmal Liveshows zu spielen? 

»Eigentlich sind wir viel mehr am kreativen Prozess interessiert als an Liveperformances. Sobald wir eine Platte abgeschlossen haben, denken wir schon darüber nach, wie die nächste wohl klingen wird. Momentan haben wir keine Pläne für Liveshows. Wenn die Rahmenbedingungen stimmen, kann ich mir aber vorstellen, ein NEW LIGHT CHOIR-Konzert zu spielen.«

Was steht für euch als nächstes an? Wart ihr bezüglich „Volume II“ schon mit Plattenfirmen in Kontakt?

»Wir sind momentan in Verhandlungen mit High Roller Records, die „Volume II“ auf CD und Vinyl veröffentlichen möchten. Außerdem haben wir gerade die erste Pressung des Albums ausverkauft. Natürlich arbeiten wir auch am dritten Album, das 2016 erscheinen soll. Wir haben jetzt schon jede Menge Material, das wir klasse finden und freuen uns auf die Arbeit mit den neuen Tracks.«

Jetzt könnt ihr ein paar Worte an eure Fans und die, die es noch werden wollen, richten!

»Vielen Dank für euren Support, das bedeutet uns sehr viel! Im Laufe des Jahres kommt „Volume II“ auf Vinyl und CD – haltet also Augen und Ohren offen. Die neusten News findet ihr immer unter facebook.com/newlightchoir .«

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