Online-MegazineInterview

MOTORJESUS

»Das muss alles noch härter werden!«

MOTORJESUS

Als Online-Ergänzung zu dem Interview in Rock Hard Vol. 323 kommentiert Chris Birx die bisherigen MOTORJESUS-Veröffentlichungen.

Dirty Pounding Gasoline (2004)

»Unser erstes Album, das wir noch unter unserem früheren Bandnamen The Shitheadz aufgenommen haben. Die Platte präsentiert die Essenz unserer Demozeiten und Songs aus dem Zeitraum 2000 bis 2004. Viele dieser Songs haben nach wie vor einen festen Platz in unserem Liveset, eine Nummer wie ´Return Of The Demons´ rockt immer noch das Publikum. „Dirty Pounding Gasoline“ klingt wild und ungestüm, wir haben uns im Studio keinen großartigen Kopf gemacht, sondern einfach Gas gegeben. Der Sound könnte rückblickend besser sein, aber die Platte an sich gefällt uns immer noch.«

 

 

Deathrider (2006)

»Das zweite und letzte Album auf dem Locomotive-Label, das danach in der Versenkung verschwand. Wir standen ziemlich unter Druck, alles musste schnell gehen, und das hört man der Platte auch an. Die alte Weisheit, dass man für das Debüt unendlich viel Zeit, für den Nachfolger aber nur ein paar Monate hat, bestätigte sich mal wieder. Für mich klingt die Platte etwas unfertig, aber ich kenne auch genügend Leute, die sie wirklich lieben. Mit etwas mehr Zeit hätten wir die Arrangements ausfeilen können. „Deathrider“ ist sehr metallisch ausgefallen, was vor allem an mir lag. Ich nehme die Schuld auf mich, denn ich war damals auf dem „Das muss alles noch härter werden“-Trip.«

 

100.000 Volt Survivor (EP, 2009)

»Wir haben die EP bei unseren Shows verkauft, ansonsten war sie lediglich in digitaler Form als Download auf unserer Homepage erhältlich. „100.000 Volt Survivor“ dokumentiert eine schwierige Phase der Bandkarriere. Wir hatten Line-up-Wechsel zu verkraften, merkten aber schnell, dass MOTORJESUS mit den neuen Leuten nicht funktionieren. Nach anderthalb Jahren hatte sich der Großteil der alten Truppe wieder lieb, und es kam zu einer Art Reunion. Von den neuen Leuten blieb einzig unser Basser Roman an Bord. Die EP war ein Lebenszeichen, denn wir hatten unseren Deal verloren, spielten aber trotzdem noch Konzerte.«

 

 

 

Wheels Of Purgatory (2010)

»Das Debüt für Drakkar und das Album, das uns wirklich einen großen Schritt nach vorne gebracht hat. Negative Dinge haben sich zum Positiven gewandelt, wir hatten richtig Bock auf die Platte und haben uns im Proberaum den Arsch aufgerissen. Einige Songs standen schon, den Rest haben wir mit neu gewonnenem Enthusiasmus gemeinsam ausgearbeitet. Nach der Veröffentlichung ging die Post ab, wir haben mit J.B.O. gespielt sowie den W supportet und konnten so auch mal bei größeren Produktionen reinriechen. Mit „Wheels Of Purgatory“ haben wir den typischen MOTORJESUS-Stil etabliert.«

 

 

 

Electric Revelation (2014)

»Im Gegensatz zu seinem Vorgänger war „Electric Revelation“ nicht zuletzt wegen meiner Krankheit eine eher schwere Geburt. Ein Teil der Platte wurde im Januar und Februar 2013 aufgenommen, der Rest Ende des Jahres. Zwischenzeitlich war uns allen nicht ganz klar, ob wir die Platte fertigstellen können. Ich habe lange an meinen Vocals gefeilt - auf diesem Weg noch mal vielen Dank an meinen Gesangscoach Dennis! -, und wir wollten allen beweisen, dass wir es noch draufhaben und noch nicht reif fürs Abstellgleis sind.«