RH #283Interview

ATLANTEAN KODEX

Dagegen!

Sie möchten anecken, sie haben ein Anliegen, und sie lieben den Metal wie ihr eigenes Leben: Die Oberpfälzer ATLANTEAN KODEX sind mit ihrem an alte Manowar, Bathory, epische Fates Warning, Solstice und Manilla Road angelehnten Sound der momentan hellste Stern des Undergrounds. Gitarrist, Texter und promovierter Kulturwissenschaftler Manuel Trummer redet auch im Rock Hard Klartext.

Manuel, warum ist der meiste „Metal“ kein Metal?

»Weil der meiste Metal heutzutage nicht mehr subversiv ist. Metal war ursprünglich mal laut, böse, hässlich, antiautoritär. Dadurch war er eine gewaltige politische Kraft. Er hat Hunderttausenden gezeigt, dass noch eine andere Welt möglich ist, dass die Lehrer, Bosse, Politiker nicht immer Recht haben. Schau nur in Staaten wie Iran, Ägypten oder Singapur. Dort sieht man immer noch die emanzipatorische Kraft, die Metal ursprünglich auch hier hatte. Bei uns sehe ich davon kaum noch was. Stattdessen gibt´s Metal-Kreuzfahrten, „sauber, klar und druckvoll“ produzierte Alben und nette, gutaussehende Musiker ohne Ecken und Kanten. Das meiste Zeug, das heute als Metal veröffentlicht wird, hat sich in Sound, Ästhetik und Meinung derartig stark an die bürgerliche Mitte angepasst, dass es nur noch langweilig und bieder ist. Richtiger Metal ist mehr als nur Musik, die man beamtenexakt vermisst, kategorisiert und dann ins CD-Regal stellt. Richtiger Metal öffnet Horizonte und zeigt Alternativen auf.«

Wann hast du selbst begonnen, Heavy Metal zu lieben? Und wann...

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