RH #280Interview

DISTURBED

Der Mond ist aufgegangen

DISTURBED-Sänger David Draiman sitzt in einem Hotelzimmer in der Nähe von Hollywoods Sunset Strip. Doch Kaliforniens legendäre Rock´n´Roll-Meile lässt den 37-Jährigen jüdischer Abstammung kalt. Er taucht lieber ein in die Geschichte des neuen Albums „Asylum“, das sich um die globale Erwärmung, Depressionen, Werwolf-Fantasien und persönliche Erfahrungen mit dem Thema Holocaust dreht.

David, unser letztes Interview haben wir noch in deinem Haus in Chicago geführt. Wie kommt es, dass wir jetzt in Los Angeles über euer neues Album sprechen?

»Ich lebe nicht mehr in Chicago.«

Dabei dachte ich immer, dass Chicago deine Heimat ist.

»Ja, aber dort ist es viel zu kalt. Ich hatte genug von den eisigen Wintern und wollte in eine Gegend ziehen, in der es warm ist. Außerdem war es mir wichtig, in einem US-Staat zu leben, in dem man keine einzelstaatliche Einkommensteuer zahlen muss. Unter diesen Gesichtspunkten kamen nur drei Staaten in Frage: Nevada, Florida und Texas. In Nevada konnte ich mir nur Las Vegas als Heimatstadt vorstellen. Allerdings gefiel mir der Gedanke nicht, dort vielleicht mal eine Familie zu gründen. In Florida ist es mir zu schwül und die Gefahr von Naturkatastrophen zu groß. Austin in Texas war eine gute Alternative, weil es die liberalste Stadt in diesem ansonsten politisch rechts orientierten Staat ist und sogar ein wenig Hippie-Kultur hat. Außerdem ist die Kriminalitätsrate niedrig, und die Natur ist sehr schön.«

War Los Angeles, wo du schon mal gelebt hast,...

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