RH #274Lauschangriff

DEMONAZ

Ein Sohn des Schwertes

„Wer des Schwertes ist, soll durch das Schwert sterben“, heißt es schon in der Bibel. Immortal-Texter und -Ex-Gitarrist DEMONAZ hat diesen Deal für sich akzeptiert und seinen Kriegerfantasien auf seinem ersten Soloalbum freien Lauf gelassen.

DEMONAZ, sterblichen Zeitgenossen auch als Harald bekannt, ist ein sympathischer, eigenwilliger Kauz. Wie sein Immortal-Blutsbruder Abbath wirkt er im ersten Moment etwas schroff und braucht ein wenig Zeit, bis er auftaut, entpuppt sich dann aber als durchaus liebenswerter Old-School-Maniac. Ich treffe ihn in seiner malerischen Dachwohnung im norwegischen Bergen, nachdem wir uns einen Tag zuvor seine alte Band Immortal bei deren „Homecoming-Show“ (s.a. Live-Review in diesem Heft) angesehen haben. DEMONAZ musste einige Jahre lang aus gesundheitlichen Gründen mit dem Gitarre spielen aufhören und gehört deshalb nicht mehr zum Live-Line-up von Immortal; die Songtexte schreibt er aber immer noch - und Abbaths bester Freund ist er nach wie vor. Wenn Immortal irgendwo live auftreten, dann steht DEMONAZ meist am Mischpult und sagt dem Ton-Ingenieur, wann er Hall auf die Stimme legen, die Gitarre hochdrehen oder die Drums zurücknehmen soll. Dabei nimmt er keine Rücksicht auf Verluste und wird auch schon mal etwas deutlicher, wenn ihn der Mischer nicht sofort versteht, wie er nicht ohne Stolz bemerkt: »Wir stecken so viel Arbeit in jede einzelne Immortal-Show, da muss einfach auch das Drumherum stimmen. Gestern hat der Mischer das Intro versaut, obwohl alles genauestens vorbereitet war. Warum passiert so was immer wieder?« ...

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