RH #271Interview

TRANSATLANTIC

Weiß Gott?

Das Langstreckenluftschiff fliegt wieder. TRANSATLANTIC erheben sich nach acht Jahren in die Lüfte, um die Welt erneut mit ihrem Yes- und Beatles-Vibes versprühenden Sonnenschein-Prog zu verzaubern. Am Steuerruder: Melodienmagier Neal Morse.

Mein letztes Interview mit Neal liegt viele Jahre zurück. Als das größte Prog-Genie der letzten zwei Dekaden noch bei Spock´s Beard war, sprachen wir häufig miteinander und fuhren auch mehr als einmal im selben Tourbus durch Europa. Dann kehrte der Amerikaner nach der wundersamen Genesung seiner schwerkranken kleinen Tochter der säkularen Welt den Rücken und igelte sich in einer christlichen Parallelwelt ein. Spock´s Beard und auch seine zweite Band TRANSATLANTIC, in der er mit Dream-Theater-Drummer Mike Portnoy, The-Flower-Kings-Gitarrist/Sänger Roine Stolt und Marillion-Basser Pete Trewavas spielte, hatten plötzlich keinerlei Bedeutung mehr für ihn. Seine tief religiösen Soloalben und die gebetsgetränkten Shows, bei denen er sich ausschließlich mit christlichen Musikern (einzige Ausnahme: Mike Portnoy) umgab, waren künstlerisch immer noch hochwertig, seine völlige Unterwerfung unter den Willen eines Gottes, den er oft selbst nicht verstand, erschien mir jedoch befremdlich. Der Kontakt riss ab.

Jetzt melden sich TRANSATLANTIC völlig überraschend mit ihrer grandiosen dritten CD „The Whirlwind“ zurück, und obwohl Neal immer noch „ferngesteuert“ wird und auf dem Album mit einigen harschen alttestamentarischen Angstmetaphern hantiert, freue...

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